Der 1. FC Köln hat den vierten Sieg in Folge verpasst. Nach dem 0:1 gegen Hertha BSC am Samstagabend sprachen die Verantwortlichen von einer verdienten Heim-Niederlage. Die Stimmen zum Spiel.
Aus dem RheinEnergieStadion berichten Sonja Gauer, Marc L. Merten, Juline Mittag und Martin Zenge
Eric Martel
„Die Tore haben gefehlt, die haben wir nicht gemacht. Wir haben nach dem 0:1 zwar viel Druck ausgeübt, uns aber im Spiel nach vorne schwergetan. Zum Schluss haben wir hinten aufgemacht, aber wir waren insgesamt nicht so kompakt wie zuletzt. So verlierst du eben 0:1. Wir hatten uns einen Dreier vorgenommen, es war nichts zu spüren, dass wir keinen Rückenwind hätten. Wir haben es aber nicht auf den Platz bekommen. So ist es manchmal im Fußball. Dann musst du dich schnell schütteln.“
Marvin Schwäbe
„In der ersten Halbzeit hat uns ein Stück weit der Zugriff gefehlt. Hertha hat sich gut rauskombiniert. Man hat gesehen, dass die Berliner im Zentrum ihre Qualitäten haben. Die zwingenden Chancen haben wir uns leider Gottes erst am Ende herausgspielt. Mit etwas Glück fällt mal einer rein, aber heute nicht. Reese knallt den an den Innenpfosten, da habe ich nur hinterhergeschaut. Wir dürfen ihn da nicht nach innen lassen. Ansonsten war der einfach gut getroffen. Natürlich haben wir am Ende alles nach vorne geworfen und versucht, auch mal den gefährlicheren Pass zu spielen. Wir waren mit Leidenschaft da, haben aber die ein, zwei nötigen Stellschrauben nicht gefunden.“
Christian Keller
„Ich habe eine Mannschaft gesehen, die total willig war und viel ins Spiel investiert hat. Wir hatten eine gute Intensität auf dem Platz – auch in der ersten Halbzeit, wo man das vielleicht rein optisch nicht meinen konnte. Was wir nicht gut gemacht haben, vor allem in der ersten Halbzeit: Wir hatten keine gute Positionierung im Spiel gegen den Ball, haben oft falsch ausgelöst, haben es selten geschafft, Druck auf die Dreierkette zu bekommen. So kamen wir immer einen Tick zu spät und es sah aus, als wären wir nicht griffig. Wir waren schon griffig, waren nur falsch positioniert. Das haben wir in der zweiten Halbzeit deutlich besser gemacht, Hertha war nahezu nur noch in der eigenen Hälfte. Natürlich haben wir direkt zu Beginn dieses sehr, sehr schöne Tor von Fabi Reese gekriegt, den trifft er überragend. Das ist kein Zufall bei ihm, das macht er schon ab und zu mal so. Wir hatten nach dem Rückstand ein paar Momente und haben natürlich auch Umschaltmomente zugelassen. Am Schluss bin ich der Meinung, dass wir gegen eine sehr gute Hertha zu Recht verloren haben, obwohl es nicht hätte sein müssen.“
Gerhard Struber
„Es war wirklich der erwartet schwere Gegner. In der ersten Halbzeit haben wir uns mit dem Zugriff aufs Spiel schwergetan, haben es nicht geschafft, die Positionierung herzustellen. Wir haben viel investiert, sind viel gelaufen, das zeigen uns auch die Daten – gleichzeitig waren wir dabei viel am Reparieren. Dennoch sind wir mit einem Ergebnis in die Halbzeit gegangen, mit dem wir viel Hoffnung für die zweite Halbzeit hatten. Dann sind wir durch ein spezielles Tor sofort in Rückstand geraten. Anschließend haben wir das Spiel offengehalten und den Gegner immer wieder unter Druck setzen können. Wir haben zwei hochkarätige Chancen herausgespielt, wo das Trömmelche normalerweise schon zu trommeln anfängt. Aber der Gegner hat uns auch weiter Probleme bereitet, Marvin Schwäbe hat uns lange im Spiel gehalten. Über beide Halbzeiten muss man festhalten: Der Gegner war richtig stark, hat es gut gemacht. Deshalb war es aus meiner Sicht ein verdienter Sieg für die Hertha.“
Stefan Leitl
„Wir haben ein absolutes Top-Spiel in der 2. Liga gesehen von zwei richtig guten Mannschaften. Dieses Top-Spiel hatte heute den richtigen Namen. Ich bin super zufrieden mit der Performance meiner Mannschaft, wir sind richtig gut ins Spiel gekommen, hatten in der ersten Halbzeit drei große Möglichkeiten. Zu Beginn der zweiten Hälfte haben wir ein unfassbar schönes Tor gemacht. Dann kam Druck von den Kölnern, die es richtig gut gemacht haben. Sie haben uns eingeschnürt. Trotzdem hätten wir das Spiel durch Umschaltsituationen entscheiden können. Wir haben das Spiel verdient gewonnen.“
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