FC-Transfer platzte: Kölns Wunschstürmer nur noch auf der Tribüne

Ivan Prtajin schaffte es bei Union Berlin zuletzt nicht in den Kader. (Foto: IMAGO / Matthias Koch)
Ivan Prtajin schaffte es bei Union Berlin zuletzt nicht in den Kader. (Foto: IMAGO / Matthias Koch)

Ivan Prtajin hat im vergangenen Winter zu den Wunschspielern des 1. FC Köln gezählt. Steffen Baumgart ließ den Angreifer des 1. FC Union Berlin nicht ziehen, hat aktuell aber auch keine Verwendung für ihn.

Wäre es nach dem 1. FC Köln gegangen, hätte Ivan Prtajin am 3. Januar in einem Flugzeug von Düsseldorf nach Malaga gesessen. Die Geißböcke waren sich mit dem Stürmer von Union Berlin über eine Leihe einig gewesen, Prtajin hätte nach einer enttäuschenden Hinrunde bei den Eisernen mit dem FC ins spanische Winter-Trainingslager reisen und später Spielpraxis in der 2. Liga sammeln sollen. Doch bekanntlich verhinderte der Trainerwechsel von Bo Svensson zu Steffen Baumgart den Deal.

„Wenn wir jemanden holen wollen, sich alle einig sind, dann aber der Trainer beim abgebenden Club wechselt und der Neue sagt, wir behalten erst mal alle Leute zusammen, dann ändern sich kurzfristig die Umstände“, nahm Christian Keller in einem Interview mit dem Kicker zuletzt noch einmal Bezug auf den geplatzten Prtajin-Transfer.

Nach zwei Startelf-Chancen außen vor

Die Stürmer-Suche des FC-Sportchefs hatte noch einen weiteren Monat angedauert und schließlich zur Verpflichtung von Imad Rondic geführt, dem nun beim 2:1-Sieg in Paderborn der erste Treffer gelang. Während der Bosnier mit einer aufsteigenden Formkurve unterwegs ist, zeigt der Trend bei Prtajin deutlich nach unten.

Baumgart gab den Kroaten, den er bereits während seiner Zeit als FC-Coach auf dem Zettel gehabt haben soll, zwar tatsächlich Chancen, stellte Prtajin zweimal in Folge von Beginn an auf – doch seitdem ist der 28-Jährige wieder komplett abgemeldet.

Neuer FC-Anlauf kaum vorstellbar

Auf seine Startelf-Auftritte gegen Leipzig und Hoffenheim Anfang Februar folgte noch ein Joker-Einsatz gegen Gladbach. An den fünf Spieltagen seitdem saß Prtajin zweimal auf der Bank, ohne eingewechselt zu werden – dreimal stand er gar nicht im Kader, fand sich nur auf der Tribüne wieder. So lässt sich festhalten, dass Union Berlin auch unter Baumgart gut ohne Prtajin zurechtgekommen wäre. Ein Platz auf der Tribüne bringt weder dem Angreifer noch dem Club etwas.

Ein neuer Transfer-Anlauf des FC im Sommer ist wohl eher unwahrscheinlich. Einerseits steht Rondic (bis 2029) langfristig unter Vertrag, andererseits hatte man Prtajin zunächst nur bis Saisonende leihen wollen. Im Aufstiegsfall müssten die Geißböcke ohnehin in ein anderes Regal greifen, um sich signifikant zu verstärken.

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