Sieben Spieltage vor dem Saisonende hat der 1. FC Köln als Tabellenführer gute Karten für den Aufstieg. Können die Kölner ihren Hinrunden-Endspurt wiederholen, ließe sich dieser gar nicht mehr verhindern.
Eine gesamte Halbserie ist nun vorüber, seit Gerhard Struber seine Mannschaft beim 1. FC Köln noch einmal auf links gedreht hatte. Nach der 1:2-Heimpleite gegen den SC Paderborn waren die Kölner in eine tiefe sportliche Krise gerutscht, die den FC-Trainer gezwungen hatte, seinen Weg anzupassen.
Mit Marvin Schwäbe im Tor sowie der Dreierkette vor ihm hat der 1. FC Köln jedoch die nötige Stabilität gefunden. Zwar nicht ohne „Preis“, wie Struber am Samstag nach dem Sieg im Rückspiel über den SCP erklärt hatte. Schließlich war und ist die gewonnene Defensivstärke zulasten der „Kontrolliertheit und Dominanz“ im Kölner Offensivspiel gegangen.
Zuversicht wird größer
Immerhin jedoch sorgten die Umstellungen für den erhofften Erfolg. Zwölf der 17 Spiele seit der Paderborn-Pleite konnte der FC bei nur drei Niederlagen für sich entscheiden. „Innerhalb meiner Zeit als Trainer beim FC haben wir uns gefunden. Es hat eine Zeit gebraucht, die Dinge in Bahnen zu bringen“, sagte Struber, für den die 2. deutsche Bundesliga bis dato Neuland gewesen war. Entsprechend hatte sich der Trainer zunächst an die Begebenheiten gewöhnen müssen, die durchaus „speziellere Anforderungen mit sich“ bringen würden.
Inzwischen stehen die Kölner nach 27 Spieltagen an der Tabellenspitze und haben mit 50 Punkten derzeit gute Karten, die direkte Rückkehr in die Bundesliga zu realisieren. Ein Blick auf die Ergebnisse der verbleibenden Spiele aus der Hinrunde lassen die Zuversicht dabei sogar noch ein Stück größer werden.
Sieben Spiele der Hinrunde, sechs Siege
Nachdem der FC die Uhren nach dem Paderborn-Spiel noch einmal symbolisch auf Null gestellt hatte, holten die Kölner aus den sieben folgenden Spielen bis zur Winterpause überragende 19 von 21 möglichen Punkten. Sechs Spiele konnte der FC gewinnen, nur einmal gab es gegen Hannover 96 ein unglückliches Unentschieden.
Fakt ist: Könnte der FC diese Ausbeute auch in der Rückrunde wiederholen, wäre den Geißböcken der Aufstieg nicht mehr zu nehmen. Dann würden die Kölner am Ende der Saison bei 69 Punkten landen. Eine Ausbeute, die einzig der Hamburger SV mit sieben Siegen aus sieben Spielen noch übertrumpfen könnte.
Weniger Punkte werden reichen
Rein realistisch betrachtet werden am Ende jedoch auch weniger Punkte für den Aufstieg reichen – zumal sich einige Konkurrenten in direkten Duellen auch noch gegenseitig Punkte nehmen werden. Das Gute aus eigener Sicht für den FC: Im Vergleich zur Hinrunde haben die Kölner in denselben Spielen der Rückrunde bereits sieben Punkte mehr eingefahren.
Damals lag der FC nach zehn Spieltagen mit zwölf Punkten auf Rang zwölf. In der isolierten Rückrunden-Tabelle belegt das Struber-Team nun mit 19 Zählern aktuell den vierten Platz. In Summe der bisherigen 27 Spieltage steht der FC jedoch bekanntlich mit Rang eins auf jenem Platz, auf dem sie nach den verbliebenen sieben Partien auch noch stehen wollen.








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