Ellyes Skhiri ist zurück – zurück bei Eintracht Frankfurt. Nach der rundum enttäuschenden Weltmeisterschaft hat der Tunesier die Saisonvorbereitung aufgenommen. Naht jetzt die Entscheidung über einen Wechsel zum 1. FC Köln?
Ihm war in den vergangenen Wochen wohl selbst nicht ganz klar, ob er noch mal den Adler auf der Brust tragen würde. Dass Ellyes Skhiri in der Zukunftsplanung von Eintracht Frankfurt keine allzu große Rolle mehr zukommt, gilt als offenes Geheimnis. Am Montag ist der ehemalige und womöglich auch zukünftige Spieler des 1. FC Köln bei den Hessen dennoch in die Saisonvorbereitung eingestiegen.
Nach dem enttäuschenden Vorrunden-Aus bei der Weltmeisterschaft – nach drei auch aus persönlicher Sicht ganz bitteren Niederlagen mit Tunesien – kehrte Skhiri früher als erhofft aus dem WM-Urlaub zurück. Gemeinsam mit Can Uzun, für den mit der Türkei ebenso früh Feierabend war, standen zum Wochenstart die obligatorischen medizinischen Tests samt Leistungsdiagnostik auf dem Programm.
Wagner denkt über Skhiri nach – wie lange denkt Skhiri noch nach?
Am Mittwoch könnte Skhiri dann erstmals wieder mit der Mannschaft trainieren und sich dem neuen Chefcoach Adi Hütter präsentieren. Sollte sich keine schnelle Wechselentscheidung abzeichnen. Die Gemengelage ist bekannt und unverändert.
Der 1. FC Köln arbeitet bereits seit Längerem an einer Rückkehr seines ehemaligen Publikumslieblings. Während am Geißbockheim zu allen anderen Transfer-Kandidaten kontinuierlich geschwiegen wird, bestätigte Trainer René Wagner sogar öffentlich: „Ich habe über den Spieler nachgedacht, der Spieler wird bei uns intern gespielt.“
Aseko schon da, Andrich soll folgen – kein Platz für Skhiri
In Frankfurt wiederum droht Skhiri drei Jahre nach seinem ablösefreien Wechsel vom FC zur Eintracht die Bank oder gar die Tribüne. Bereits in der vergangenen Saison nahm seine Spielzeit ab und inzwischen steht auch ein Nachfolger auf der Matte: Mit dem von Bayern München verpflichteten Noel Aseko hat Frankfurt am Samstag den Sechser der Zukunft präsentiert.
Mit Leverkusens Robert Andrich soll noch ein routinierter Abräumer folgen, sodass die Zeichen an Skhiri unmissverständlich sind: Für den 31-Jährigen ist bei der Eintracht kein Platz mehr. Das dürften ihm die Verantwortlichen nach der Rückkehr aus dem Urlaub nun noch einmal persönlich vermitteln.
Naht dadurch das Comeback beim FC? Das hängt wohl nur an Skhiri selbst. Während sich die Vereine dem Vernehmen nach einig sind, Frankfurt den Mittelfeldspieler ein Jahr vor Vertragsende für 1,5 bis zwei Millionen Euro Ablöse ziehen lassen würde, ist es aktuell offenbar Skhiri, der zögert.
Skhiri-Rückkehr nicht um jeden Preis
Die grundsätzliche Bereitschaft zur Rückkehr ist vorhanden, das hatte der GEISSBLOG schon vor Monaten berichtet – doch der tunesische Kapitän müsste auf Geld verzichten und wägt seine Optionen vor der Unterschrift des womöglich letzten längerfristigen Vertrags seiner Karriere genau ab. Auch eine Rückkehr nach Frankreich war für Skhiri immer wieder ein Thema.
Beim FC wünscht man sich für die im wahrsten Sinne des Wortes zentrale Position in der Kaderplanung natürlich eine schnelle Lösung. „Ins Trainingslager fahren wir hoffentlich mit einem Grundgerüst des Kaders“, sagte René Wagner vergangene Woche und zu solch einem Grundgerüst sollte der neue Mittelfeldchef zweifelsfrei gehören. Doch selbst ihre Wunschspieler werden die Kölner nicht um jeden Preis verpflichten.








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