Borussia Dortmund will Said El Mala verpflichten, doch der 1. FC Köln will mit dem BVB aktuell nicht mehr sprechen. Nun hat sich Dortmunds Sportdirektor Ole Book geäußert.
Aus dem Trainingslager berichten Martin Zenge und Marc L. Merten
Said El Mala hat am Samstag im ersten Training des 1. FC Köln im Trainingslager in Kitzbühel schon wieder gezeigt, was in ihm steckt – und dass ihn die Diskussionen um seine Person sportlich nicht beeinflussen. Dribbling, Zug in die Mitte, Abschluss mit rechts, Tor! Das sahen die vielen hundert FC-Fans im Koasastadion beim Aufgalopp der Geißböcke in Österreich.
Knapp 700 Kilometer Luftlinie nordwestlich stand derweil ein Testspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Borussia Dortmund an. BVB-Sportdirektor Ole Book stellte sich bei Sky den Fragen von Reporter Marlon Irlbacher (war in dieser Woche zu Gast im GEISSPOD). Und dabei wurde der neue Sportchef auf El Mala angesprochen, schließlich hat der FC jüngst ein Angebot des BVB für den 19-Jährigen abgelehnt.
Ole Book: „Wir wissen, was wir wollen“
„Natürlich hätten wir gerne schon einen Offensivspieler verpflichtet, aber am Ende des Tages muss man auf die Gesetze des Marktes achten und mit der Zeit gehen. Das Timing ist da ganz entscheidend“, sagte Book zunächst mit Blick auf die Transferplanungen im Sommer. Klar ist: Dortmund will nach dem Verkauf von Karim Adeyemi einen neuen Außenstürmer verpflichten und scheiterte mit einem deutlich zu geringen Angebot beim FC wegen El Mala.
„Wir wissen, was wir wollen“, sagte Book und kam damit der Personalie El Mala schon näher. „Das sind zwei Offensivpositionen. Wir wissen, dass wir noch etwas tun wollen, aber am Ende des Tages wollen wir die richtigen Sachen machen. Da geht es in erster Linie nicht nur um die reine Geschwindigkeit.“ Spielt der BVB bei El Mala also auf Zeit?
Book will den Namen El Mala nicht kommentieren
Am Samstag berichtete der Express, El Mala sei sich mit Dortmund bereits einig. Nach GEISSBLOG-Informationen ist man dagegen beim FC gelassen – und weiterhin nicht gut auf die Borussia zu sprechen. Äußern will sich niemand, doch man ist überzeugt, dass El Mala weiterhin vollständig mit Kopf und Herzen beim FC ist. Die Leistungen im Training bestätigen diesen Eindruck.
Book wurde am Samstag auch konkret auf El Mala angesprochen. Ab diesem Moment wollte sich der 40-Jährige aber nicht mehr konkret äußern. „Grundsätzlich ist, glaube ich, jedem bewusst, dass wir keine Spieler kommentieren, die nicht Spieler von Borussia Dortmund sind“, sagte Book ausweichend. „Ich freue mich, dass wir beim BVB die Reihen geschlossen zusammen halten, sodass nichts mehr nach außen dringt, weil die Fülle an Falschinfos in den letzten Tagen doch schon sehr beachtlich war.“
Bisheriges Angebot keine Verhandlungsgrundlage
Damit kann er nicht gemeint haben, dass der FC das Dortmunder Angebot abgelehnt hat. Und auch nicht, dass die Geißböcke aktuell keine Basis für weitere Gespräche mit der Borussia sehen. Es dürfte bei Books Hinweis auf Falschinformationen um die genaue Höhe des Dortmunder Angebots gegangen sein. Bei den Kölnern will man sich nicht zu den kolportierten Zahlen äußern. Hinter den Kulissen wird nur deutlich: Das Dortmunder Angebot war nicht ansatzweise hoch genug, um es als Verhandlungsgrundlage für weitere Gespräche nutzen zu können.
Heißt: Sollte der BVB den Kölner Starstürmer tatsächlich noch verpflichten wollen, müsste sich Dortmund in einem Maße finanziell nach oben bewegen, dass Fragen aufkämen, ob das erste Angebot überhaupt ernst gemeint war. Zumal die Borussia mitbekommen haben dürfte, dass andere Clubs bereits weit über 40 Mio. Euro geboten haben. Bis dahin kann sich der FC zurücklehnen und genießen, dass El Mala im Trainingslager weiter groß aufspielt.







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