Die U21 des 1. FC Köln überzeugt spielerisch regelmäßig, doch nicht nur die Ergebnisse schwanken in den letzten Wochen. Trainer Evangelos Sbonias steht vor Herausforderungen, die über die 90 Minuten auf dem Platz hinausgehen.
Der Kader der U21 des 1. FC Köln muss Woche für Woche neu zusammengestellt werden – eine Herausforderung, die Sbonias mittlerweile vertraut ist. Verletzungen, kurzfristige Ausfälle und die Berufung von Spielern in den Profikader sorgen für ein ständiges Personalkarussell. Diese fehlende Konstanz erschwert die Arbeit des Trainers und könnte auch eine Ursache für die jüngste Niederlage gegen den Wuppertaler SV sein.
Auch beim Spiel am Freitagabend war Improvisation gefragt. Mit einem Mix aus jungen Talenten, Rückkehrern und Spielern auf ungewohnten Positionen versuchte Sbonias die Ausfälle zu kompensieren. Doch trotz aller Bemühungen blieb der erhoffte Erfolg aus – ein Problem, das sich wie ein roter Faden durch die Saison zieht.
Rollenwechsel im Mittelfeld
Erneut nicht zur Verfügung stand Emin Kujovic, der wie schon häufiger in den Profikader berufen wurde. Seine Rolle im defensiven Mittelfeld übernahm diesmal Patrik Kristal, der eigentlich eher offensiv ausgerichtet ist. Die Entscheidung, ihn als zweiten Sechser neben Marco Höger aufzustellen, war eine taktische Reaktion auf den Gegner.
„Es fehlen viele Jungs und wir wollten mit einer zweiten Sechs spielen, weil wir auch viele lange Bälle erwartet haben. Patrik kann beide Positionen spielen. Er hat das auch super gemacht und hat sehr ballsicher zusammen mit Marco Höger agiert“, erklärte Sbonias nach dem Spiel. Kristal erledigte seine Aufgabe solide und zeigte trotz ungewohnter Rolle eine überzeugende Leistung.
Kurzfristiger Ausfall
Kurz vor dem Spiel fiel auch Georg Strauch aus. Der Rechtsverteidiger verletzte sich im Training und wurde vorsichtshalber geschont. „Georg ist während des Trainings im Rasen hängen geblieben und hat sich dann, auch während der Aktivierung, an der Hüfte und im Leistenbereich nicht gut gefühlt. Wir müssen noch schauen, was da genau ist“, so Sbonias.
Für Strauch rückte Meiko Sponsel in die Startelf. Der Außenverteidiger feierte nach knapp einem Monat Pause sein Comeback. Seinen letzten Einsatz hatte er im Spiel gegen Bocholt am 8. März. Nach der ersten Halbzeit war für ihn allerdings wieder Schluss: „Er hat nichts gemerkt, das war so abgesprochen. Die 45 Minuten sind auch wieder auf Kante genäht gewesen.“
Comeback und Debüt
Ein weiterer Rückkehrer war Etienne Borie. Der Offensivspieler war zuletzt vom Verletzungspech verfolgt und hatte unter anderem immer wieder mit muskulären Problemen zu kämpfen. In der 69. Minute wurde er für Saliger eingewechselt. Zwar gelang ihm kein entscheidender Impuls, doch allein seine Rückkehr ins Team war ein positives Zeichen – sowohl für ihn persönlich als auch für den Saisonendspurt.
Auch ein Debüt durfte gefeiert werden: In der 80. Minute wurde Nick Zimmermann eingewechselt. Der Kapitän der U19 kam für Patrik Kristal in die Partie und ist damit bereits der fünfte Spieler aus dem Team von Stefan Ruthebeck, der in dieser Saison Regionalliga-Minuten sammeln durfte.
„Er ist ein Junge, der einen super Job macht in der U19. So wie alle Jungs aus der U19, die dann nächste Saison zur U21 stoßen werden. Heute hatte er sich dann auch verdient, diesen Einsatz zu bekommen“, sagte Sbonias. Nicht im Kader standen diesmal Justin von der Hitz und Fayssal Harchaoui – zwei weitere U19-Spieler, die zuletzt noch Teil des Aufgebots gewesen waren.






Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!