Mit Justin von der Hitz verliert der 1. FC Köln einen seiner besten Nachwuchsspieler. U19-Trainer Stefan Ruthenbeck sieht die Gründe hierfür nicht in der Nachwuchsabteilung – und hofft, dass sich der U17-Weltmeister als Deutscher Meister verabschieden wird.
Was der GEISSBLOG vergangene Woche exklusiv berichtet hatte, bestätige der 1. FC Nürnberg am Montag: Justin von der Hitz wechselt zur neuen Saison ablösefrei zu den Franken. Der 1. FC Köln verliert somit mal wieder eines seiner Top-Talente.
„Weg von meiner Heimat zum Club zu wechseln, ist für mich ein großer Schritt, auf den ich mich sehr freue“, sagte von der Hitz und erklärte seinen seine Unterschrift in Nürnberg wie folgt: „Die aktuelle Saison zeigt, dass sich junge Spieler wie ich hier gut entwickeln können und dass man auf sie setzt. Die Gespräche mit Joti Chatzialexiou und Miro Klose waren ausschlaggebend für meine Entscheidung und haben mit ein sehr gutes Gefühl gegeben.“
Ruthenbeck: „Wir haben gekämpft“
In Köln hatte er dieses sehr gute Gefühl zuletzt offenbar nicht mehr – obwohl man sich nach GEISSBLOG-Informationen zwischenzeitlich auf einen gemeinsamen sportlichen Weg für die Zukunft geeinigt hatte. Demzufolge hätte von der Hitz ab dem kommenden Sommer mit den Profis trainieren und vorrangig in der U21 eingesetzt werden sollen. In der Saison 2026/27 sollte der komplette Sprung in den Lizenzbereich gelingen.
Insbesondere Nachwuchschef Lukas Berg und der damalige Lizenzbereich-Leiter Thomas Kessler, inzwischen zum Sportdirektor befördert, hatten von der Hitz dieses Vorgehen schmackhaft gemacht. Dem Vernehmen nach scheiterte eine Verlängerung erst anschließend, da die konkreten Vertragsverhandlungen – eine Sache des Sport-Geschäftsführers – schleifen gelassen wurden.
Er hat enorme Wertschätzung gerade aus dem Nachwuchs erhalten.
Stefan Ruthenbeck über von der Hitz
Somit profitiert einmal mehr ein anderer Verein von der Kölner Ausbildungsarbeit, an der U19-Trainer Stefan Ruthenbeck wie so oft gehörigen Anteil hatte. Gerade im A-Junioren-Bereich ist von der Hitz, mit 19 Torbeteiligungen der Topscorer im Team, noch mal ein gewaltiger Sprung gelungen.
Und natürlich hätte auch Ruthenbeck seinen Schützling gerne weiterhin im FC-Trikot gesehen. „Wir haben um ihn gekämpft, das weiß er und das weiß er auch zu schätzen. Er hat enorme Wertschätzung gerade aus dem Nachwuchs erhalten“, kommentiert der Erfolgscoach der U19 den bevorstehenden Verlust des 18-Jährigen.
Ruthenbeck: „Das wird er Sonntag wieder zeigen“
Im Vordergrund steht für Ruthenbeck jedoch ohne Wenn und Aber das letzte Spiel, das Rechtsaußen von der Hitz für den FC bestreiten wird: Am Sonntag (11 Uhr) kämpfen die A-Junioren in der BayArena gegen Bayer Leverkusen um die Deutsche Meisterschaft. Es wäre ein Wahnsinnserfolg für die Akademie und den gesamten Club.
„Justin ist einer unserer Spieler, die den Unterschied ausmachen können. Das hat er gezeigt und das wird er am Sonntag wieder zeigen“, ist Ruthenbeck überzeugt und schiebt hinterher: „Wenn er sich hier verabschieden kann als U17-Weltmeister und als U19-Deutscher Meister – was gibt es Schöneres?“ Noch schöner wäre wohl einzig ein Verbleib gewesen.







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