Der 1. FC Köln kann es nicht fassen, beim Hamburger SV als Verlierer vom Platz gegangen zu sein. Wieder einmal schlägt sich der FC wegen schwacher Standards selbst. Entsprechend sauer waren die Spieler und Verantwortlichen hinterher.
Aus dem Volksparkstadion berichtet Marc L. Merten
Ellyes Skhiri
„Ich denke, dass wir ein gutes Spiel machen, aber zwei Fehler machen und zwei Tore kassieren. Wir probieren, wir haben Ballbesitz, haben mit dem Ball gut gespielt, aber wir kriegen wieder ein Gegentor nach einem Standard. Das 0:1 nach der ersten Halbzeit war unglaublich. Das war unverdient. Nach der Pause sind wir mit Ambitionen aus der Kabine gekommen, kassieren aber direkt wieder ein Tor. Das war dann schwer für den Kopf. Wir haben viel probiert, es war aber nicht einfach. Hamburg hat mit Herz und Intensität gespielt. Es war nicht einfach für uns, dagegen eine Lösung zu finden. Aber ich bin mir sicher, dass wenn wir mit dieser Qualität weiterspielen, werden wir Spiele gewinnen. Heute ist es für Hamburg ausgegangen. Das tut weh, müssen wir aber akzeptieren. Wir wollten mehr.“
Marvin Schwäbe
„Jeder, der die erste Hälfte gesehen hat, hat definitiv nicht daran gedacht, dass wir heute ohne Punkte nach Hause fahren könnten. Dass wir kurz vor Pause so das Gegentor bekommen, ist unglaublich bitter. Das ist ein absolut bescheidener Moment, zumal wie uns vorher drei, vier richtig gute Chancen herausgespielt hatten. Wir sind aus der Pause gekommen, das war keine gute Phase. Hamburg spielt den Konter schnell über außen durch. Aber wir hatten dann noch 40 Minuten vor der Brust. Wir haben versucht weiter mutig zu spielen, aber es war am Ende zu wenig.“
Thomas Kessler
„Heute wäre deutlich mehr drin gewesen. Ich fand, dass wir das in der ersten Halbzeit gegen einen tiefen Block deutlich besser gemacht haben als gegen Werder vor einer Woche. Wir haben uns mehr Chancen erspielt, das Tor aber nicht gemacht. Und kriegen dann das Gegentor kurz vor der Halbzeit, was dem HSV mit der heutigen Spielanlage komplett in die Karten gespielt hat. In der zweiten Halbzeit konnte der HSV das Spiel genauso weiterspielen. Wir machen die Riesenchance durch Mikey nicht, in der nächsten Aktion machen wir einen individuellen Fehler und laufen so dem Spiel hinterher. Es ist superärgerlich, weil aufgrund der Leistung viel mehr möglich gewesen wäre. Wir fahren heute ohne Punkte nach Hause. Damit müssen wir uns akribisch auseinandersetzen.“
René Wagner
„Das tut brutal weh. Wir haben ein gutes Spiel gemacht und hatten die Möglichkeit zu gewinnen. Wir haben aber gegen eine sehr effektive Mannschaft verloren. Deswegen ist aktuell die Enttäuschung bei mir groß. Leider haben es die Hamburger heute durch einen Standard geschafft in die Partie zu kommen, Das hat den Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Die Jungs haben bis zum Schluss Gas gegeben, konnten sich aber nicht mehr belohnen. So verlieren wir das Spiel.“
Merlin Polzin
„Man hat gesehen, dass die Mannschaft nach den vielen Gegentoren versucht hat Sicherheit zu bekommen. Wir haben es geschafft, unser Tor mit allem, was wir haben, zu verteidigen. Der Standard war dann der Dosenöffner. Wir haben das im Training vorbereitet. Da glaubst du dann mehr an dich. Die Jungs sind super aus der Pause gekommen. Und dann findet das statt, was wir schon länger beschrieben haben: Das Stadion ist für Mannschaft da, eine Magie, die nicht erst auf dem Rasen oder Tribüne da ist, sondern irgendwo dazwischen. Das war ein schöner und wichtiger Moment heute für uns.“






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