Ein neuer Baumgart? Diese Trainer sind verfügbar

Lukas Kwasniok gewann mit dem SC Paderborn vergangene Saison 2:1 beim 1. FC Köln. (Foto: IMAGO / Kirchner-Media)
Lukas Kwasniok gewann mit dem SC Paderborn vergangene Saison 2:1 beim 1. FC Köln. (Foto: IMAGO / Kirchner-Media)

Nach der Trainersuche ist vor der Trainersuche. Friedhelm Funkel soll den 1. FC Köln zurück in die Bundesliga führen, doch im Anschluss dürfte der Struber-Nachfolger wieder Platz machen. Welche Trainer sind als langfristige Lösungen auf dem Markt?

Der neue Trainer des 1. FC Köln hat noch nicht mal sein Debüt absolviert, da wird schon fleißig über seinen Nachfolger debattiert. Kein Wunder bei dieser speziellen Konstellation: Auch wenn sich Friedhelm Funkel bei seiner Vorstellung im RheinEnergieStadion alle Optionen offenließ, gilt es als sicher, dass sich der 71-Jährige nach seinen voraussichtlich zwei Spielen mit den Geißböcken – und der dann hoffentlich geglückten Aufstiegsmission – wieder in den Ruhestand verabschieden wird.

Offiziell ist die Suche nach einem Chefcoach für die Saison 2025/26 derzeit noch kein Thema. „Wir haben jetzt andere Aufgaben vor der Brust, als irgendwelche Trainer zu diskutieren“, sagt Sportdirektor Thomas Kessler und betont, dass zunächst der Aufstieg über allem steht: „Der Fokus liegt zu 100 Prozent auf der Aufgabe. Wie es danach sein könnte, darüber machen wir uns wenig Gedanken. Aktuell führe ich darüber keine Gespräche.“

Spannende Trainer, viele Interessenten

Wirklich konkret werden soll es erst, wenn die künftige Liga-Zugehörigkeit des FC feststeht – alles andere ergebe keinen Sinn, so die Meinung im Geißbockheim. Zumal vor der Trainer-Wahl klar sein sollte, ob Kessler der sportlich Verantwortliche bleibt oder ein neuer Boss kommt. Ansonsten droht ein Szenario, in dem Sportchef und Coach nicht zueinander passen. Es wäre nicht das erste Mal.

Die Gefahr bei diesem Vorgehen: Die heißesten Trainer-Aktien, von denen es in diesem Sommer durchaus einige gibt, könnten vom Markt sein. Leipzig, Wolfsburg, Hoffenheim, Hannover, Paderborn, Schalke – schon jetzt ist klar, dass es zahlreiche Mitbewerber geben wird, die über einen zeitlichen Vorsprung verfügen.

Kwasniok flirtet schon

Ein Beispiel: Der Flirt von Lukas Kwasniok und Schalke ist bereits in vollem Gange. Nach Paderborns Sieg in Gelsenkirchen sagte der Noch-Trainer des SCP zuletzt, als er auf ein mögliches Engagement bei S04 angesprochen wurde: „Ich glaube, es ist wichtig und richtig, sich über diese Dinge zu unterhalten, nur halt auch zum richtigen Zeitpunkt.“

Dass auch die Kölner bei Kwasniok anklopfen werden, gilt als gesichert. Nach GEISSBLOG-Informationen gibt es in den Gremien Rufe nach einem neuen Steffen Baumart – nach einem Typen, der Mannschaft und Umfeld mitreißen kann. Kwasniok gilt als ähnlich emotional, mit ihm würde sich Geschichte wiederholen: Wie 2021, als Baumgart nach Köln wechselte, würde ein Paderborner auf Funkel folgen.

Wagner will in die Bundesliga

Ähnlich umworben wie Kwasniok ist Sandro Wagner, der angekündigt hat, seinen Assistentenjob bei der Nationalmannschaft nach den Finalspielen in der Nations League (4. bis 8. Juni) gegen einen Cheftrainer-Posten tauschen zu wollen. Dem eloquenten 37-Jährigen wäre es ebenfalls zuzutrauen, den FC zu bändigen. Sein klares Ziel ist die Bundesliga. Als Favorit auf Wagners Zusage galt eigentlich Hoffenheim, wo Christian Ilzer vor dem Aus steht, laut Sky soll er der TSG allerdings inzwischen abgesagt haben.

Ralph Hasenhüttl, jüngst beim VfL Wolfsburg entlassen und ein Ex-FC-Profi, soll in den Überlegungen der Kölner bereits in der Vergangenheit mal eine Rolle gespielt haben. Nötig hätte er den sofortigen Wiedereinstieg aber nicht, der Österreicher kassierte von den Wölfen eine satte Abfindung – fünf Millionen Euro.

In der 2. Liga herausragend

Christian Titz wird allseits für seine Arbeit in Magdeburg geschätzt, von Spielern und Medien als der Pep Guardiola der 2. Liga bezeichnet. Ob er beim FCM bleiben möchte, ist bislang unklar, öffentlich bekannt hat sich Titz nicht. Auch wie lange sein Vertrag läuft, ist offiziell nie verkündet worden. Laut des Portals Magdeburg Blau-Weiß gilt es allerdings als sicher, dass er über das Saisonende hinaus gebunden ist.

Beim FC ordentlich Eindruck hinterlassen hat auch Horst Steffen, der mit Elversberg aktuell der ärgste Verfolger der zweitplatzierten Kölner ist. Sein Vertrag bei den Saarländern läuft bis 2026. Ob sich der Rheinländer mit Gladbacher Vergangenheit (2009 bis 2013 Nachwuchscoach) einen Wechsel im kommenden Sommer vorstellen könnte, ist nicht bekannt.

Frühere Bundesliga-Trainer ohne Job sind unter anderem: Bo Svensson, Pellegrino Matarazzo, Tim Walter, Domenico Tedesco, Urs Fischer, Nuri Sahin, Edin Terzic und Marco Rose. Insbesondere die letzten beiden werden sich außer Reichweite des FC bewegen, Fischer dürfte mit seinem bevorzugten Fußball – zumindest dem bei Union Berlin praktizierten – nicht passen.

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