Der 1. FC Köln kehrt in die Bundesliga zurück, muss aber trotzdem weiter seine Zukunft klären. Auch die Frage: Wer soll der nächste Vorstand werden? Nun stellt sich ein weiteres Trio auf und plant eine Kampfkandidatur.
Der Mitgliederrat hat arbeitsreiche Tage und Wochen vor sich. Aktuell müssen die Vorsitzenden des Kontrollgremiums im Gemeinsamen Ausschuss des 1. FC Köln über die Neuaufstellung der sportlichen Leitung mitentscheiden. Doch im Juni soll auch das Team vorgestellt werden, welches der Mitgliederrat in die Vorstandswahl schicken will.
Diese findet auf der Mitgliederversammlung im September im RheinEnergieStadion statt. Offen ist aber noch, ob nur das Team des Mitgliederrates zur Wahl stehen wird oder ob weitere Dreier-Teams genügend Unterschriften werden sammeln können, um als Konkurrenz-Teams in einer Kampfkandidatur anzutreten.
Ex-Daum-Assistent angesprochen
Bislang war bekannt: Beim Mitgliederrat haben sich nicht nur Einzelpersonen beworben, sondern auch zwei Teams. Das namentlich bekannte Trio besteht aus dem Unternehmer Wilke Stroman, dem amtierenden Vizepräsidenten Carsten Wettich sowie aus der Ex-FC-Spielerin Tugba Tekkal. Darüber hinaus hat sich ein zweites Dreier-Team beworben, dessen Namen nicht bekannt sind. Nach GEISSBLOG-Informationen wirft nun aber ein drittes Team den Hut in den Ring – allerdings nicht über den Mitgliederrat.
Wie diese Onlinezeitung erfuhr, hatten die beiden FC-Mitglieder Martin Hollweck und Thorsten Kiesewetter in den vergangenen Monaten versucht ein eigenes Vorstandsteam zusammenzustellen. Hollweck ist Teil einer Kölner Metzger-Familie, Kiesewetter ist Unternehmensberater. Lange konnten sie keinen Kandidaten finden, der zusammen mit ihnen ein Team bilden wollte. Dabei wurden unter anderem Roland Koch (72, ehemaliger Co-Trainer von Christoph Daum) und Pierre Littbarski (65) angesprochen.
Adenauer will als Präsident kandidieren
Nun aber sind Hollweck und Kiesewetter fündig geworden. Der CDU-Politiker Sven Adenauer (65) aus der großen Kölner Adenauer-Familie schließt sich dem Duo an und will als Präsidentschaftskandidat zusammen mit Hollweck und Kiesewetter an seiner Seite auf der Mitgliederversammlung antreten. Eine offizielle Bestätigung der Kandidatur steht noch aus.
Ein Problem allerdings gibt es: Für eine erfolgreiche Aufstellung benötigt das Trio die Unterschriften von über 4500 FC-Mitgliedern, denn Hollweck, Kiesewetter und Adenauer haben sich nicht über den Mitgliederrat beworben. Zwar hatte es zwischen Hollweck und dem Gremium Gespräche gegeben, jedoch führten diese nicht weiter. So entschieden Hollweck und Kiesewetter einen Partner zu suchen, um über eine Kampfkandidatur anzutreten. Am Ende fiel die Wahl auf Sven Adenauer.
Mitgliederrat entscheidet im Juni
Der Mitgliederrat will sich derweil weiterhin nicht zum Stand der Gespräche äußern. Das Gremium befindet sich in der letzten Phase des Auswahlprozesses für das eigene Team. Dieses soll im Juni präsentiert werden. Danach dürfte sich auch schnell herauskristallisieren, welche anderen Teams versuchen werden genügend Unterschriften für die Mitgliederversammlung zu sammeln. Hollweck, Kiesewetter und Adenauer werden es in jedem Fall versuchen.








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