Die deutsche U19-Nationalmannschaft ist im EM-Halbfinale nach Verlängerung mit 5:6 (3:3) an Spanien gescheitert. Said El Mala konnte das Aus trotz einer erneut starken Leistung nicht verhindern. Der Youngster des 1. FC Köln war an vier der fünf deutschen Treffer direkt beteiligt.
Es war ein Spiel, das alles hatte – Spannung, Wendungen und am Ende ein dramatisches Aus. Die deutsche U19-Nationalmannschaft hat am Montagabend gegen Spanien nur hauchdünn den Einzug ins EM-Finale verpasst. Trotz der bitteren Niederlage nach Verlängerung rückte ein Name erneut in den Vordergrund: Said El Mala. Das 18-jährige Offensivtalent des 1. FC Köln war erneut einer der auffälligsten Spieler im deutschen Team.
Auch wenn Deutschland am Ende nach einem irren 5:6 (3:3) nach Verlängerung ausschied, war es vor allem El Mala, der das deutsche Spiel über weite Strecken prägte. Mit einem Tor und drei Vorlagen war er an vier der fünf deutschen Treffer direkt beteiligt. Ein überragender Wert in einem Spiel, das von der ersten bis zur letzten Minute ein Wechselbad der Gefühle war. Dennoch konnte auch seine Gala-Vorstellung das bittere Aus nicht verhindern.
Nachspielzeit-Krimi
Schon früh stand El Mala im Mittepunkt. In der 28. Minute wurde er steil geschickt und seine präzise Hereingabe von links landete bei Max Moerstedt, der die Vorlage zur 1:0-Führung nutzte. Nachdem Konstantin Heide einen Elfmeter parierte und Spanien in der 61. Minute durch Pablo Garcia (per direkt verwandelter Ecke) ausglich, war es erneut El Mala, der das Heft in die Hand nahm.
In der 78. Minute krönte er seinen starken Auftritt mit einem eigenen Treffer: Alleine vor Raul Jiménez blieb er eiskalt und schob überlegt ins lange Eck zum 2:1 für Deutschland ein. Was dann folgte, war kaum vorherzusehen: Spanien drehte das Spiel in der Nachspielzeit mit einem Doppelschlag und stand vor dem Finaleinzug. Doch dann schlug El Mala einen letzten Freistoß von der Mittellinie hoch in den Strafraum – Spaniens Torhüter rutschte aus und einer seiner Vorderleute lenkte das Leder unglücklich zum 3:3 ins Netz.
Immer wieder El Mala
Auch in der Verlängerung blieb El Mala der Motor des deutschen Offensivspiels. Zwar ging Spanien in der 97. Minute erneut in Führung, doch nur acht Minuten später war es wieder El Mala, der für Chaos im spanischen Strafraum sorgte. Seine scharfe Hereingabe wurde abgefälscht und fand so Moerstedt, der zum 4:4 einköpfte. Das Spiel ging weiter rauf und runter. Moerstedt brachte Deutschland erneut in Führung, doch Spanien glich wieder aus. Am Ende war der vierte (!) Treffer von Pablo Garcia in der 119. Minute zu viel für die DFB-Elf. Das Aus war besiegelt.
El Mala hatte bereits in den Spielen zuvor überragt. Sowohl im Viertelfinale als auch in der Gruppenphase glänzte das FC-Talent mit drei Toren und einer Vorlage, war dort bereits ein entscheidender Faktor für den deutschen Erfolg. Auf dem Weg ins Halbfinale hatte er sich als zentrale Figur im deutschen Offensivspiel etabliert, gegen Spanien bestätigte er das eindrucksvoll.
Vorfreude auf FC-Zukunft
Auch wenn das Aus der deutschen U19 schmerzt, El Mala konnte das Turnier als Bühne nutzen. Das 18-jährige FC-Talent hatte seinen Marktwert bereits in der 3. Liga auf drei Millionen Euro hochgeschraubt. Beim FC startet er nun mit einem Vier-Jahres-Vertrag in einen neuen Abschnitt seiner Karriere. Die Geißböcke dürfen sich auf die kommende Saison mit El Mala freuen.








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