Denis Huseinbasic ist von der Nationalmannschaft Bosnien-Herzegowinas abgereist. Vor dem anstehenden Testspiel gegen Slowenien teilte der Mittelfeldspieler des 1. FC Köln mit, dass er sich mental nicht bereit fühle.
Acht Spieler aus dem Profikader des 1. FC Köln – die beiden Zugänge Said El Mala und Isak Johannesson eingeschlossen – wurden in diesem Sommer für die Nationalmannschaft nominiert. Seit Sonntag sind allerdings nur noch sieben dieser Akteure für ihre Länder im Einsatz.
Denn wie der bosnische Verband bekannt gab, hat Denis Huseinbasic das Nationalteam verlassen. Der Kölner Mittelfeldmann, 2022 als Schnäppchen von den Kickers Offenbach gekommen, werde beim Freundschaftsspiel gegen Slowenien (Dienstag, 18 Uhr) „nicht antreten“, heißt es in einer kurzen Mitteilung.
Nationaltrainer Barbarez in der Kritik
Zur Begründung schreibt der Verband auf seiner Webpräsenz: „Der Fußballer teilte dem Trainerstab mit, dass er sich mental nicht leistungsbereit fühle.“ Daher habe der 23-Jährige das Camp der Nationalmannschaft vorzeitig verlassen.

Weiteres ist zu Huseinbasics Abreise bislang nicht bekannt. Bosnische Medien spekulieren, sein Abgang könnte mit der Behandlung durch Trainer Sergej Barbarez zusammenhängen. Mehrere Nationalspieler sollen mit dem ehemaligen Bundesliga-Profi unzufrieden sein. Einige, die ihre Unzufriedenheit auch geäußert hatten, wurden anschließend nicht mehr eingeladen.
Huseinbasics Berater Mario Prskalo spricht gegenüber dem Portal Reprezentacija.ba von einer „spontanen Entscheidung“ und betont, es habe keinen Streit gegeben. „Denis steht dem Team und dem Trainer in Zukunft weiter zur Verfügung. Es ist nichts Hässliches passiert“, versichert Prskalo.
Huseinbasic gegen San Marino nur Zuschauer
Huseinbasic, zuvor für die deutsche U21 im Einsatz, hatte im Juni 2024 unter Barbarez für das bosnische A-Team debütiert. Bislang spielte er siebenmal für das Geburtsland seiner Eltern. Nach einer Nicht-Berücksichtigung im März wurde er nun – anders als Jusuf Gazibegovic – wieder nominiert. Beim Spiel in der WM-Qualifikation gegen San Marino am Samstagnachmittag saß der gebürtige Hesse allerdings über die gesamten 90 Minuten nur auf der Bank.
Beim FC gehörte Huseinbasic in der Aufstiegssaison überwiegend zum Stammpersonal, stand 25-mal in der Startelf – unter anderem in den beiden abschließenden Partien unter Friedhelm Funkel. Nach einem zwischenzeitlichen Formtief trat er zuletzt wieder stabiler auf. In nächsten Saison erwartet ihn mit Isak Johannesson, der für rund fünf Millionen Euro von Fortuna Düsseldorf kommt, jedoch neue Konkurrenz.








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