Der 1. FC Köln ist wieder erstklassig und möchte auch erstklassig bleiben – in der kommenden Saison steht der Klassenerhalt über allem. Geschäftsführer Philipp Türoff hält eine Platzierung abseits des ganz großen Zitterns für möglich.
Als Aufsteiger ergibt sich die Zielstellung für die neue Saison im Grunde von alleine. Das gilt sowohl für den 1. FC Köln als auch für den Hamburger SV, die als Traditionsvereine in die Bundesliga zurückkehren. Beide streben natürlich den Verbleib im Oberhaus an – wobei man am Geißbockheim hofft, sich dem schlimmsten Abstiegskampf entziehen zu können.
So sagte Geschäftsführer Philipp Türoff gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger: „Wir wollen drinbleiben und uns an der Spitze des letzten Liga-Drittels einsortieren.“ Die Spitze des unteren Tabellendrittels wäre Rang 13 – was immerhin die drittbeste Platzierung seit dem Europa-League-Einzug 2017 bedeuten würde.
Bundesliga ohne klare Underdogs
„Das würde in etwa auch unsere wirtschaftliche Kraft dokumentieren“, erklärte Türoff und versicherte: „Wir gehen das finanziell nicht naiv an, sondern wollen absolut wettbewerbsfähig sein und im Zweifel gegenüber unseren Konkurrenten auch mal die Nase vorne haben.“ Dazu passt, dass der FC nach GEISSBLOG-Informationen mit einem rund doppelt so hohen Etat wie im vergangenen Zweitliga-Jahr plant – aus 23,5 könnten rund 47 Millionen Euro werden.
Dennoch bedarf es einer starken Saison, um sich vom Tabellenkeller abzusetzen. Da die Aufsteiger namhaft und mit Holstein Kiel sowie dem VfL Bochum zwei etatschwache Erstligisten abgestiegen sind, gibt es erstmals seit Jahren keine wirklichen Underdogs in der Bundesliga. Wen es erwischen könnte, ist deutlich schwerer zu prognostizieren als noch in der jüngeren Vergangenheit.
Um wie von Türoff angestrebt „an der Spitze des letzten Liga-Drittels“ zu landen, müsste der FC gleich fünf Kontrahenten hinter sich lassen. Die Transfers von Ragnar Ache sowie Isak Johannesson, bei letzterem soll nur noch die Verkündung ausstehen, können allerdings durchaus als erste Ausrufezeichen gewertet werden – und lassen darauf hoffen, dass für den FC tatsächlich mehr als nur der blanke Abstiegskampf möglich ist.
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