„Schlag in die Magengrube“: Spieler wollen sich bei Struber melden

Timo Hübers und Gerhard Struber. (Foto: Bucco)
Timo Hübers und Gerhard Struber. (Foto: Bucco)

Gerhard Struber hat den 1. FC Köln nicht mehr zum Aufstieg führen können. Die Entlassung des Cheftrainers zwei Spieltage vor Schluss war selbst für einige Spieler eine Überraschung. Timo Hübers blickt auf diese Zeit zurück.

Timo Hübers gehörte zu den Spielern beim 1. FC Köln, die im vergangenen Sommer vom Trainerwechsel profitierten. Der Innenverteidiger hatte eine schwache Saison gespielt und anschließend wochenlang mit seinem Abschied kokettiert. Nachdem er dann aber doch beim FC geblieben war, ernannte ihn Gerhard Struber während der Vorbereitung sogar zum Kapitän.

Keine einstimmige und unumstrittene Entscheidung, doch Struber hatte nur die Vorbereitung als Maßstab ansetzen wollen und keinen Wert auf eine Nachbetrachtung der Abstiegssaison gelegt. Hübers selbst nannte die Entscheidung für ihn als Kapitän nun im Podcast kicker meets DAZN „mehr oder weniger fast die logische Wahl“. Umso überraschter war er nach dem 32. Spieltag, als mit Struber dann sein Förderer gehen musste.

Das sagt Hübers über Struber

„Klar waren viele Spiele holprig, wir standen nach 32 Spielen aber auf einem Aufstiegsplatz. Da war es schon ein ziemlich tiefer Schlag in die Magengrube, entlassen zu werden“, sagte Hübers. „Da ging es nicht um technisch-taktisch Sachen, sondern da steht doch der Mensch im Vordergrund. Die Trainer haben 32 Spieltage alles in der Macht stehende getan, daher tat es mir menschlich sehr leid.“

Hübers schrieb, wie auch andere Spieler, dem entlassenen Coach anschließend Nachrichten und verabredete sich für einen Zeitpunkt nach der Saison, wieder Kontakt zu haben. „Wir haben unmittelbar nach der Entlassung einige Nachrichten ausgetauscht, viele andere Spieler auch“, berichtete Hübers. „Ich habe ihm da schon gesagt, dass er, selbst wenn wir es jetzt schaffen, den Löwenanteil daran hatte. Wir haben gesagt, dass wir nach der Saison noch mal länger sprechen wollen.“

Struber erst einmal abgetaucht

Struber hat sich seit seinem Aus in Köln nicht mehr zu Wort gemeldet, ist zunächst einmal zurück in die Heimat gegangen. Bei Instagram hat sich der 48-Jährige nicht mehr geäußert, auf seinem Facebook-Profil führt er den 1. FC Köln noch immer als seinen Arbeitgeber. Seine Zukunft ist offen, Gerüchte über einen neuen Trainerposten gibt es aktuell nicht.

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