Der 1. FC Köln hat wie erwartet den Vertrag mit Timo Hübers verlängert. Die Geißböcke gaben am Donnerstag die weitere Zusammenarbeit bekannt. Klar ist aber auch: Der Vertrag hat Grenzen.
Der 1. FC Köln und Timo Hübers arbeiten auch in der Saison 2026/27 zusammen. Der FC hat den auslaufenden Vertrag mit dem 29-Jährigen um ein Jahr bis 2027 verlängert. Das gab der Club am Donnerstag vor dem letzten Bundesliga-Spiel der Saison bekannt. Hübers ist seit Herbst 2025 am Knie verletzt.
Die Verlängerung war seit Wochen erwartet worden, nachdem klar war, dass Hübers noch viele Monate brauchen würde, um auf den Fußballplatz zurückzukehren. Nun haben sich beide Parteien auf eine Verlängerung geeinigt. „Ich habe großen Respekt davor, wie Timo mit dieser Situation umgeht“, sagte Sportchef Thomas Kessler bei der Verkündung.
Das sagen Kessler und Hübers
Und weiter: „Nach dem ersten Schock hat er unglaublich schnell eine beeindruckende Professionalität und Stärke gezeigt. Man sieht jeden Tag, mit welchem Ehrgeiz und welcher Disziplin er an seinem Comeback arbeitet. Er ist nahezu täglich am Geißbockheim, sucht bewusst die Nähe zur Mannschaft und ist ein wichtiger Teil unserer Gruppe. Für uns war deshalb klar, dass wir ihm auf seinem Weg das volle Vertrauen und unsere maximale Unterstützung geben. Er bekommt von uns die Zeit, die er braucht – ohne Druck. Die Vertragsverlängerung ist ein bewusstes Zeichen unserer Wertschätzung und unseres Vertrauens.“
Hübers zeigte sich dankbar für das Signal des FC und den positiven Zuspruch der letzten Monate. „Die Verantwortlichen waren von Anfang an für mich da und haben mir signalisiert, dass ich mich voll auf meine Reha konzentrieren kann und mir keine Sorgen um meine Zukunft machen muss“, sagte Hübers. „Dafür bin ich sehr dankbar. Mit Thomas Kessler war ich über die ganze Zeit hinweg immer wieder im Austausch – und es erfüllt mich mit großem Stolz und spricht für eine große Wertschätzung, dass mein Vertrag jetzt verlängert wurde.“ Hübers wolle „im Idealfall wieder da anknüpfen, wo ich vor meiner Verletzung aufgehört habe“.
Comeback-Versuch erst nach 15 Monaten?
Klar ist aber auch: Hübers‘ Vertrag hat Grenzen. Zunächst wurde lediglich eine einjährige Verlängerung beschlossen. Denn es ist unklar, ob und wann Hübers überhaupt wieder auf Bundesliga-Niveau wird Fußball spielen können. Kessler hatte erst kürzlich erklärt, dass der FC erst zur Rückrunde 2026/27 wieder mit Hübers rechnen könne – also erst in 2027 und damit rund 15 Monate nach seiner Verletzung.
Nach so einer langen Ausfallzeit ist eine seriöse Vorhersage zu einem Comeback praktisch nicht möglich. Deswegen ist der neue Vertrag auch leistungsorientierter als der bisherige – und wird zunächst ohnehin weiter von einer Versicherung getragen. Dem FC fallen erst wieder Kosten zu, sobald Hübers ins Mannschaftstraining zurückkehrt. Wann dies der Fall sein wird, ist gänzlich offen. Die finanzielle Belastung durch die Verlängerung bleibt für den FC also gering.
Parallelen zu Luca Kilian
Dennoch hoffen alle Beteiligten, dass Hübers wieder auf den Rasen zurückkehren kann. In diesem Sommer wurde bereits Luca Kilian in eine unklare Zukunft verabschiedet. Der Innenverteidiger weiß nicht, ob er nach seinem wiederholten Kreuzbandriss überhaupt noch einmal einen Verein finden wird. Auch Kilians Vertrag war noch einmal verlängert worden, ehe er nun auslief. Mit Hübers verhält es sich nun ähnlich. Der FC will dem Verteidiger alle Chancen bieten, um sich zurückzukämpfen.







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