„Habe selber spekuliert“: Wagner hofft auf „Feedback“ zu seiner Zukunft

FC-Trainer René Wagner im Gespräch mit DAZN.
"Nur spekuliert" FC-Trainer René Wagner im Gespräch mit dem DAZN-Reporter. Foto: imago/Maximilian Schmidt

Weiter Rätselraten um die Zukunft: Interimstrainer René Wagner hofft nach dem Saisonfinale beim FC Bayern auf Signale aus der Chefetage des 1. FC Köln.

Der aufgetragene Job ist erledigt, am vergangenen Samstag konnte der 1. FC Köln auf der Couch den Klassenerhalt feiern. Es folgte das Spiel gegen den 1. FC Heidenheim und die vielsagende Ankündigung von Interimscoach René Wagner, dass man „vielleicht morgen mehr wisse“. Gemeint war die Frage nach seiner Zukunft als Trainer der Geißböcke.

Nach dem desaströsen 1:3 folgte aber schnell die Bremse von Sportchef Thomas Kessler. „Ich habe keinen Termin mit René Wagner.“ Was mit einem Augenzwinkern gesagt war, sollte aber auch andeuten, dass noch nichts entschieden sei. Und so muss sich der Coach weiter gedulden. „Ich habe selber ein bisschen spekuliert, nachdem der Job erledigt war“, sagte der 40-Jährige nun am Donnerstag vor dem Spiel bei Rekordmeister Bayern München. „Ich hatte keine Informationen, habe aber gedacht, dass es sich vielleicht in dieser Woche klärt. Und nun hoffe ich, dass es vielleicht nächste Woche so weit ist.“

Massiver Gegenwind wegen magerer Ausbeute

Allerdings gab es nach der Pleite im abschließenden Heimspiel teils massiven Gegenwind, die Ausbeute mit sechs Punkten aus sechs Spielen gegen teils lösbare Gegner auf Augenhöhe war mager, ein Sieg gegen schwache Bremer steht auf der Habenseite. Zwar hat Wagner den FC im Vergleich zu seinem Vorgänger Lukas Kwasniok verbessert (hier gibt’s die Details). Die Niederlage gegen Schlusslicht Heidenheim machte es aber nicht einfacher.

Dennoch lässt sich Wagner nicht beirren. „Ich lese wenig bis gar nichts. Ich habe allerdings schon bemerkt, dass ich am nächsten Tag teilweise vom Staff mit Samthandschuhen angefasst wurde. Aber ich hoffe, dass ich diesen Beruf in diesem Business noch ganz ganz lange machen darf, und da darf ich nicht in eine Rolle reinfallen, in der ich mir Gedanken darüber mache, was andere Leute denken. Ich habe einen Job zu erledigen“, sagte Wagner. „Intern bekomme ich viel Feedback zu den Spielen, aber jetzt hoffe ich, dass daraus Signale werden, was meine Person angeht. Ich kann es nicht beeinflussen. Wenn ich die Leute überzeuge, dass ich meinen Job weitermachen darf, dann freue ich mich natürlich.“

Rückkehr ins zweite Glied? Für Wagner „vorstellbar“

Ob er sich vorstellen kann, beim 1. FC Köln auch nochmal ins zweite Glied zurückzudrücken, ließ der frühere Assistent von Steffen Baumgart und Lukas Kwasniok offen. „Grundsätzlich ist vieles vorstellbar. Dafür müssen wir aber erst einmal die Gespräche führen.“

Beim 1. FC Köln gilt es nicht nur Sportchef Kessler zu überzeugen, Personalien wie der Cheftrainer müssen auch durch den Gemeinsamen Ausschuss bestätigt werden. Immerhin wird er in den kommenden Tagen dabei sein, wenn es Gespräche hinsichtlich des Kaders für die kommende Saison gegen wird. Wagner: „Jetzt bereiten wir uns erst einmal auf das Spiel gegen Bayern München vor und vielleicht spekuliere ich danach wieder. Ich hoffe aber, dass wir danach Klarheit haben.“

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