Hertha baggert an Waldschmidt, aber: „Kein Anlass, mich mit Wechsel zu beschäftigen“

Luca Waldschmidt steht beim 1. FC Köln noch ein Jahr unter Vertrag. (Foto: Bucco)
Luca Waldschmidt steht beim 1. FC Köln noch ein Jahr unter Vertrag. (Foto: Bucco)

Hertha BSC soll sich nach Luca Waldschmidt erkundigt haben. Der Offensivspieler des 1. FC Köln beteuerte zuletzt allerdings, dass er sich nicht mit einem Wechsel auseinandersetze.

Schon vor gut zwei Monaten wurde Luca Waldschmidt mit einem Zweitligisten in Verbindung gebracht. Damals soll sich Hannover 96 mit ihm beschäftigt haben. Bei den Niedersachsen steht mit Christian Titz ein Trainer an der Seitenlinie, der den Ex-Nationalspieler noch vom Hamburger SV kennt; ein Trainer, der für Waldschmidt prägend war. Doch die Spekulationen um den Spielmacher des 1. FC Köln und die 96er verschwanden schnell in den Niederungen der Gerüchteküche.

Nun aber soll ein weiterer Zweitligist um ihn buhlen: Laut der Bild hat sich Hertha BSC nach dem erfolgreichen Saisonauftakt (1:0 beim VfL Bochum) nach Waldschmidt erkundigt. Welche Antwort die Alte Dame erhielt, ist nicht bekannt.

Waldschmidt: Kein Signal für einen Cut

In seinen jüngsten Interviews während des Trainingslagers wollte Waldschmidt von einem Abschied nichts wissen. „Weder der Verein noch ich haben signalisiert, dass es einen Cut geben soll. Deshalb gab es für mich keinen Anlass, mich intensiv mit einem Wechsel zu beschäftigen“, sagte er der Bild und gegenüber Sky betonte der 30-Jährige, „dass ich mich extrem wohl in der Mannschaft und im Verein fühle – das ist für mich nicht irgendein Verein oder irgendeine Station, es ist schon mehr daraus geworden“. Doch im Fußball wisse man nie.

Sein 2027 auslaufender Vertrag bringt Waldschmidt nicht aus der Ruhe: „Das ist eine normale Situation im Fußball. Für mich ist das kein großes Thema. Ich konzentriere mich darauf, täglich meine Leistung zu bringen. Das hilft mir und allen Beteiligten am meisten.“

Nur Kane und Olise effizienter

In der vergangenen Saison hatte Waldschmidt beim FC keinen leichten Stand, schaffte es nur siebenmal in die Startelf, doch die Zahlen sprachen für ihn. Fünf Tore und vier Vorlagen in nur 666 Minuten. „Ich hatte alle 75 Minuten eine Torbeteiligung. Vor mir lagen in der Wertung Harry Kane und Michael Olise und nach mir kamen Deniz Undav und Luis Diaz“, rechnete der Linksfuß zuletzt selbst vor.

Genauso gut kann es sein, dass ich meine Karriere irgendwann in Köln beende.

Luca Waldschmidt

In der neuen Saison, gerade wenn mit Tottenham-Juwel Mikey Moore zeitnah ein weiterer Offensiv-Allrounder kommt, wird der Kampf um Einsatzzeit für Waldschmidt nicht leichter. Sollte er mit einem Wechselwunsch auf Thomas Kessler zukommen, wird der FC ihm wohl keine Steine in den Weg legen. Doch zum Abschied drängen wird man den siebenfachen Nationalspieler ebenso nicht – zu wertvoll sind seine Jokerqualitäten, zu viele Scorerpunkte müssen die Kölner in diesem Sommer ohnehin schon ersetzen.

Seinen in der Vergangenheit geäußerten Traum von einer weiteren Auslandsstation, nach der Saison 2020/21 bei Benfica Lissabon, relativierte Waldschmidt nun im Übrigen: „Ich glaube, in die Aussage wurde ein bisschen mehr hineininterpretiert, als ich eigentlich sagen wollte.“ Es könne genauso gut sein, „dass ich meine Karriere irgendwann in Köln beende“.

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