Foto zeigt Johannessons FC-Anreise – Neuzugang stoppt wütende Fortunen

Isak Johannesson küsste nach seinem Tor gegen den 1. FC Köln das Wappen von Fortuna Düsseldorf. (Foto: IMAGO / Maximilian Koch)
Isak Johannesson küsste nach seinem Tor gegen den 1. FC Köln das Wappen von Fortuna Düsseldorf. (Foto: IMAGO / Maximilian Koch)

Isak Johannesson steht vor einem Wechsel zum 1. FC Köln – und das erzürnt die Anhänger von Fortuna Düsseldorf. Nach zahlreichen Liebesbekundungen an die Fortuna ist die Wut auf den Isländer nun gewaltig.

Hinter den Kulissen müsste bereits alles klar sein. Bis Samstagabend, 23.59 Uhr, konnte die Ausstiegsklausel aktiviert und Isak Bergmann Johannesson für 5,5 Millionen Euro aus seinem Vertrag bei Fortuna Düsseldorf gekauft werden. Der 1. FC Köln dürfte den Mittelfeldspieler am Sonntag als zweiten Sommer-Zugang nach Ragnar Ache präsentieren.

Schon am frühen Samstagnachmittag hatte der isländische Journalist Gunnar Birgisson auf dem Nachrichtendienst X ein Foto verbreitet, das Johannesson beim Abflug nach Köln zeigen soll. Den Flugdaten zufolge ist der 22-Jährige – gemeinsamen mit seiner Freundin und seinem Berater – um kurz nach 13 Uhr deutscher Zeit in Reykjavik abgehoben und 16.29 Uhr in Köln gelandet, um an diesem Wochenende den Medizincheck zu absolvieren und alle weiteren Formalitäten zu klären.

Dieser Post verriet Johannessons bevorstehenden Transfer zum 1. FC Köln.

Während Johannesson im Privat-Jet zu seinem neuen Club reiste, formierte sich bei seinem bisherigen Verein der Widerstand. Die Fans von Fortuna Düsseldorf gingen in den sozialen Netzwerken derart wütend auf den Isländer los, dass sich dieser gezwungen sah, den Hass zu stoppen und seine Instagram-Kommentare zu sperren.

Vom Publikumsliebling zur Hassfigur

Im Fortuna-Anhang kann man es nicht fassen, dass der elffache Torschütze (plus sechs Vorlagen) ausgerechnet zum Erzrivalen wechseln will – zum Erzrivalen nach Düsseldorfer Maßstäben, versteht sich. Aus Kölner Sicht dürften da zwei andere rheinische Kontrahenten die Nase noch vorn haben.

Nach dem letzten Zweitliga-Spieltag in Magdeburg hatte Johannesson zwar angedeutet, dass er die Fortuna verlassen könnte. „Ich liebe diesen Verein, aber man weiß nie, was morgen kommt. Ich weiß nicht, ob das mein letztes Spiel für Fortuna war. Man will immer das nächste Level erreichen“, so seine Aussage.

Doch die gleichzeitige Liebesbekundung war längst nicht seine erste gewesen. „Ich liebe es einfach, hier zu sein. Ich liebe es, dass ich mich so wohl fühle, ich habe eine große Verantwortung im Team“, hatte er beispielsweise im Winter-Trainingslager gegenüber der Bild gesagt und versichert: „Ich glaube an das Projekt, auch, wenn es ein wenig länger dauert. Ich bin jemand, der weiter schaut als auf die nächsten sechs Monate.“

Wappenkuss in Köln

Im Februar, nach seinem Last-Minute-Elfmeter zum 1:1 in Köln, hatte Johannesson beim Jubeln vor dem Gästeblock dann das Fortuna-Wappen geküsst, war damit endgültig zum Publikumsliebling Nummer eins aufgestiegen.

Am Samstag, nach Bekanntwerden seiner Wechselabsicht, kippte die Stimmung gegen ihn. Unter Johannessons aktuellstem Instagram-Beitrag sammeln sich Hunderte Kommentare, die gewaltige Wut und Abschiedsschmerz zum Ausdruck bringen. Der 33-fache Nationalspieler wird von Fortuna-Fans als „Verräter“ bezeichnet, ihm werden Verletzungen gewünscht. Es darf mit Spannung erwartet werden, wie Johannesson seinen FC-Transfer erklärt, sobald dieser offiziell verkündet wurde.

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