Der 1. FC Köln baut seinen sportlichen Bereich um. Eine erste Maßnahme betrifft die Kaderplanung der Profi- und der U21-Mannschaft. Auch Marco Höger ist involviert.
Mit Sportdirektor Thomas Kessler und dem Technischen Direktor Lukas Berg hat der 1. FC Köln eine neue Doppelspitze im sportlichen Bereich installiert. Kessler berichtet dabei an die Geschäftsführung, gemeinsam mit Berg soll der 39-Jährige aber den Lizenzspielerbereich neu aufstellen. Dazu gehören auch Kaderplanung und Scouting.
Zuletzt hatte die Trainersuche im Vordergrund gestanden. Schon in diesen Prozess war Berg eingebunden, hatte mit Kessler die entscheidenden Gespräche mit den Kandidaten geführt und Lukas Kwasniok mit ausgesucht. Nun wollen Kessler und Berg gemeinsam entscheiden, wie es strukturell, aber auch personell weitergehen soll.
Holt der FC den Chefscout zurück?
Ex-Geschäftsführer Christian Keller hatte den Bereich komplett auf sich zugeschnitten, inklusive diverser personeller Veränderungen. Allein im Scouting installierte der ehemalige Sportchef mehrere einstige Mitarbeiter aus Regensburger und Hochschul-Zeiten. Offen ist noch, wie es mit diesen Keller-Vertrauten weitergehen wird.
Stattdessen hatte Keller sich von Ex-Chefscout Martin Schulz getrennt. Diese Entscheidung soll rückgängig gemacht werden. Schulz soll nach GEISSBLOG-Informationen zwar nicht mehr in seine alte Position zurückkehren. Jedoch hält man beim FC weiterhin große Stücke auf Schulz als Scout und Spielerentdecker.
Höger soll eingebunden werden
Eine der wichtigsten Veränderungen betrifft jedoch den Stellenwert der U21. Diese war bereits in den letzten Jahren aufgewertet worden, indem sie zur letzten Ausbildungsmannschaft erklärt worden war, nachdem sie jahrelang als Stiefkind und Auffangbecken für Spieler genutzt worden war, die es nicht zu den Profis geschafft hatten.
Nach GEISSBLOG-Informationen übernehmen Kessler und Berg nun die U21 in den Profibereich, sodass die Kaderplanung für Profis und U21 künftig enger verzahnt sein soll. Das betrifft auch Marco Höger. Der Ex-Profi hat gerade erst seine Karriere beendet und wird künftig als Kaderplaner für die U21 fungieren. Durch die Umstellung rückt Höger nun auch wieder enger an den Profibereich heran und soll bei Bedarf auch im Profi-Scouting mitwirken.
Welche Talente dürfen sich zeigen?
Insgesamt soll die U21 als letzte Ausbildungsmannschaft aber auch gleichzeitig als erste Profimannschaft angesehen und damit noch enger an die Bundesliga-Mannschaft herangeführt werden. Zur gemeinsamen Kaderplanung soll künftig auch gehören, Spieler noch früher bei den Profis stattfinden zu lassen, um dem Cheftrainer frühzeitig die Möglichkeit zu geben, sich Talente aus den U-Mannschaften anzuschauen.
So soll vermieden werden, dass Spieler wie Justin von der Hitz den Club verlassen, weil der Profi-Cheftrainer sie noch nicht wahrgenommen hat. Die ersten Entscheidungen stehen daher nun auch an. Denn Kessler und Berg müssen im Austausch mit Kwasniok die Spieler aus der U19 und U21 nominieren, die ihre Sommer-Vorbereitung bei den Profis absolvieren werden. Bislang ist noch nicht klar, wer dazu gehören wird.








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