Die Rivalität zwischen dem 1. FC Köln und Fortuna Düsseldorf ist ein fester Bestandteil der rheinischen Fußballkultur – und kochte jetzt rund um den Transfer von Isak Johannesson hoch. Doch trotz aller sportlichen Gegensätze und emotionaler Derbys kommt es immer wieder zu Wechseln zwischen den beiden Traditionsclubs.
Von Düsseldorf nach Köln
Werner Biskup: Solide Jahre nach dem Abstieg
1968 wechselte Werner Biskup mit 26 Jahren vom Bundesliga-Absteiger Düsseldorf zum 1. FC Köln. Der Mittelfeldspieler hatte zuvor drei Jahre lang das Trikot der Fortuna getragen. In Köln blieb er vier Spielzeiten lang und war in dieser Zeit ein verlässlicher Bestandteil der Mannschaft.
Klaus Allofs: Der doppelte Torschützenkönig
1981 sorgte der Transfer von Klaus Allofs für große Aufmerksamkeit. Der 24-Jährige wechselte für 1,15 Millionen Euro vom rheinischen Rivalen zum FC. Allofs war bereits bei der Fortuna Bundesliga-Torschützenkönig geworden (1979, 22 Tore) und wiederholte dies 1985 beim FC mit 26 Treffern. Seine Karriere ist einzigartig: Er wurde bei beiden Clubs zur Vereinsikone.

Rudi Kargus: Abschied ohne Einsatz
1987 holte der FC den 34-jährigen Torhüter Rudi Kargus von der abgestiegenen Fortuna. Er war als Ersatz für Bodo Illgner gedacht. Kargus kam allerdings zu keinem einzigen Bundesliga-Einsatz in Köln und beendete nach drei Saisons bei den Geißböcken seine aktive Karriere.
Uwe Fuchs: Spätstarter in Köln
Der Wechsel von Uwe Fuchs im Sommer 1990 war zunächst unspektakulär. Der 23-Jährige war nur ein Jahr in Düsseldorf aktiv gewesen und konnte sich auch beim FC anfangs nicht durchsetzen. Erst gegen Ende seiner dreijährigen Zeit in Köln kam er regelmäßig zum Einsatz. Der richtige Durchbruch gelang ihm allerdings erst später bei anderen Vereinen.
Assani Lukimya: Ein Transfer, der nie stattfand
Eine kuriose Geschichte spielte sich 2012 ab: Innenverteidiger Assani Lukimya hatte beim FC bereits unterschrieben, doch der überraschende Abstieg der Kölner machte dem Wechsel einen Strich durch die Rechnung. Der Vertrag galt nur für die Bundesliga. Statt in Köln landete Lukimya bei Werder Bremen.
Thomas Bröker: Hoffnungslos im falschen Moment
Im gleichen Sommer verpflichtete der FC den 27-jährigen Flügelspieler Thomas Bröker, ebenfalls nach dem Abstieg der Fortuna. Doch auch er tat sich in Köln schwer: Nach nur einer Saison und wenigen Einsätzen verließ er den Verein wieder.

Isak Johannesson: Der Hoffnungsträger von morgen
Nach 13 Jahren gab es nun noch einmal einen Transfer zwischen Düsseldorf und Köln. Isak Johannesson kommt für fünf bis fünfeinhalb Millionen Euro in die Domstadt. Nach zwei Jahren bei der Fortuna, in denen er sich als technisch starker Mittelfeldspieler einen Namen machte, wagt er nun den Sprung in die Bundesliga – ausgerechnet zum Rivalen, gegen den er im letzten Aufeinandertreffen noch selbst getroffen hatte. Die Aufregung in Düsseldorf ist riesig.
Von Köln nach Düsseldorf
Willi Nagelschmidt & Jakob Wimmer: Wechsel in der Frühzeit
Bereits in den Anfangsjahren des 1. FC Köln wechselten zwei Spieler zur Fortuna. Willi Nagelschmidt, einer der ersten FC-Profis überhaupt, ging 1951 im Alter von 29 Jahren nach drei Jahren in Köln zu Düsseldorf, blieb dort aber nur eine Saison. Ein Jahr später folgte Jakob Wimmer, der nach nur einem Jahr beim FC für fünf Jahre zur Fortuna wechselte.
Guido Jörres: Vom FC-Nachwuchs zum Fortuna-Stammspieler
1996 verließ Guido Jörres den FC, bei dem er seit der Jugend aktiv war, in Richtung Düsseldorf. Der damals 22-jährige Libero hatte seit 1992 einige Jahre in der Zweitvertretung des FC gekickt, konnte sich bei den Profis allerdings nie durchsetzen. Bei der Fortuna entwickelte er sich zur festen Größe und blieb dort ganze sechs Jahre.
Marcel Ndjeng: Von Köln II in den Profibereich
2004 wagte der 22-jährige Marcel Ndjeng den Schritt von der zweiten Mannschaft des FC zur Fortuna. Der Wechsel zahlte sich aus: Ndjeng entwickelte sich weiter, spielte später in der Bundesliga und wurde ein gutes Beispiel für erfolgreiche Durchlässigkeit zwischen U23 und Profibereich.

Adam Matuschyk: Leihgeschäft mit kurzer Wirkung
Auch Adam Matuschyk wurde beim FC ausgebildet. In der Rückrunde der Saison 2011/12 wurde der damals 22-Jährige für ein halbes Jahr an Düsseldorf ausgeliehen, um Spielpraxis zu sammeln. Ein langfristiger Verbleib kam allerdings nicht zustande, nach der Leihe kehrte er zurück nach Köln.








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