„Die besten Torhüter der Saison“: Das ist Kwasnioks Keeper-Plan

Lukas Kwasniok beim Trainingsauftakt. (Foto: Bucco)
Lukas Kwasniok beim Trainingsauftakt. (Foto: Bucco)

Ron-Robert Zieler wird zum zweiten Mal in seiner Karriere die Nummer zwei des 1. FC Köln. Das sagt Trainer Lukas Kwasniok zum Transfer des Torhüters von Hannover 96. An der Rangordnung im FC-Tor wird derweil nicht geruckelt.

Beim Trainingsstart am Montagnachmittag war das Torwartteam des 1. FC Köln noch dezimiert. Nach den Abgängen von Philipp Pentke und Anthony Racioppi standen bei der ersten Einheit unter der Leitung von Lukas Kwasniok nur drei Keeper auf dem Rasen – neben Marvin Schwäbe und Matthias Köbbing auch der bisherige U19-Schlussmann Luis Hauer. Torhüter Nummer vier wird allerdings zeitnah folgen.

Mit Ron-Robert Zieler, der für rund 200.000 Euro von Hannover 96 kommt, ist ein prominenter neuer Stellvertreter für Nummer eins Schwäbe im Anflug (der GEISSBLOG berichtete). Kwasniok bestätigte nach der Auftakt-Einheit: „Wir haben eine Kader-Verstärkung im Anmarsch. Wenn alles gut läuft, wird er morgen oder übermorgen hoffentlich da sein. Dann haben wir ein Top-Duo.“

Kwasniok: „Viel besser geht es nicht“

Der FC-Trainer hat eine hohe Meinung von Zieler, der 2014 mit dem DFB-Team in Brasilien Weltmeister wurde. „Im Fall der Fälle hätten wir die beiden besten Torhüter der vergangenen Zweitliga-Saison auf einem Fleck hier beim FC. Viel besser geht es nicht“, schwärmte Kwasniok am Montag.

In der letzten Saison trafen der Trainer und Zieler noch als Gegner aufeinander. Kwasniok siegte mit dem SC Paderborn 2:1 gegen Zielers 96er, holte zudem ein 1:1 in Hannover. Der Torhüter absolvierte insgesamt 382 Pflichtspiele für die Niedersachsen, führte den Zweitligisten ab 2022 als Kapitän an – und geht nun zum zweiten Mal aus Hannover zum FC.

Ein genialer Coup.

Lukas Kwasniok über den Zieler-Transfer

Zieler, als gebürtiger Kölner von 1999 bis 2005 im FC-Nachwuchs ausgebildet, war in der Saison 2020/21 aufgrund von Differenzen mit 96 zwischenzeitlich auf Leihbasis ans Geißbockheim gewechselt und hatte als Stellvertreter von Timo Horn eine Bundesliga-Partie bestritten. Jetzt kommt der 36-Jährige zurück nach Köln, um seine letzten Karrierejahre in seiner Heimat zu erleben.

Dass Zieler dabei den Nummer-zwei-Posten hinter Schwäbe einnehmen wird, steht für Kwasniok außer Frage: „Es gibt in keinster Form irgendeinen Gedanken, an der Rangordnung etwas zu ändern.“ Sein Torwart-Plan: „Marvin ist die Eins und Ron soll mit all seinem Erfahrungsschatz der Mannschaft helfen – da sein, wenn er gebraucht wird, und im Training Vollgas geben, damit wir hier eine tolle Saison spielen können. Das ist die Absprache mit ihm.“ Deswegen habe man die Personalie – laut Kwasniok „ein genialer Coup“ – auch nicht vorher mit Schwäbe absprechen müssen.

Kwasniok: „Noch ist nichts unterzeichnet“

Seinen Medizincheck hat Zieler am Montag bereits absolviert, noch am Abend oder spätestens am Dienstag wird der Deal dann offiziell verkündet. „Aber noch ist nichts unterzeichnet, daher sollten wir uns zügeln. Es sind schon viele Transfers in letzter Sekunde geplatzt“, warnte Kwasniok am Nachmittag noch der Form halber.

Möglich wird Zielers Köln-Rückkehr, da der neue 96-Trainer Christian Titz dem Routinier für die kommende Saison keine Stammplatzgarantie aussprechen wollte. In Hannover soll stattdessen Torwart-Talent Nahuel Noll (per Leihe von der TSG Hoffenheim) zwischen den Pfosten stehen.

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