Vor allem auf zwei Positionen sucht der 1. FC Köln noch nach Zugängen: für die Innenverteidigung und für die linke Schiene. Oder hat Lukas Kwasniok für letztere Rolle eine Alternative aus dem eigenen Kader im Blick?
Aus dem Trainingslager in Bad Waltersdorf berichten Sonja Gauer, Marc L. Merten und Martin Zenge
Es hatte sich schon abgezeichnet, dass im Rahmen des Trainingslagers in der Steiermark kein weiterer Neuzugang zum 1. FC Köln stoßen würde. Allerdings hatten die Verantwortlichen der Geißböcke sehr wohl gehofft, die noch offenen Kaderstellen aus der Ferne besetzen zu können. Stattdessen scheint der FC bei zwei Wunschspielern auf Granit zu beißen.
Sowohl bei Palermos Linksverteidiger Kristoffer Lund als auch bei Ajax Amsterdams Innenverteidiger Ahmetcan Kaplan gestalteten sich die Verhandlungen mit den abgebenden Vereinen – trotz Einigungen mit den Spielern – zuletzt äußerst schwierig.
Pauli-Verletzung erhöht Handlungsbedarf
Eine günstigere Option als Kaplan, für den Ajax dem Vernehmen nach sechs Millionen Euro verlangt, wäre Paderborns Calvin Brackelmann (der GEISSBLOG berichtete). Die Verletzung von Julian Pauli – eine genaue Diagnose wird am Freitagnachmittag erwartet – erhöht den Druck für Kessler & Co., im Abwehrzentrum nachzulegen.
Auf der linken Seite wiederum könnte Lukas Kwasniok im Testspiel gegen Leicester City (Freitag, 17 Uhr, live im GEISSBLOG-Ticker) eine weitere Alternative aus dem bestehenden Kader ausprobieren: Linton Maina. Der Top-Vorlagengeber der Vorsaison spielte im Training auffällig häufig gemeinsamen mit dem offensiveren Said El Mala auf der linken Seite. Kwasniok scheint an dem Duo Gefallen zu finden.
Kwasniok bevorzugt offensive Schienenspieler
Mit dieser Variante würde der FC-Trainer womöglich auch einem Luxusproblem entgehen. Denn gerade im linken offensiven Mittelfeld ist der Kölner Kader mit Shootingstar El Mala, Maina, Neuzugang Jakub Kaminski und Florian Kainz breit aufgestellt.
Auf der linken Schiene neben der Dreierkette setzte Kwasniok bereits in Paderborn gerne auf eher offensiv ausgerichtete Spieler, nicht auf klassische Linksverteidiger. In der vergangenen Saison übernahm der zum VfL Wolfsburg gewechselte Aaron Zehnter, den der FC bekanntlich selbst gerne verpflichtet hätte, diese Rolle. Zuvor Florent Muslija (jetzt SC Freiburg). Ob nun Maina eine ernsthafte Option für Kwasniok ist, werden wohl schon die nächsten Vorbereitungspartien zeigen.








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