Der kenianische Verband hat offenbar Linton Maina im Visier. Der Offensivspieler des 1. FC Köln soll den Gastgeber des nächsten Afrika Cups beim Heimturnier im Sommer 2027 unterstützen. Doch eigentlich sagte Maina schon vor Jahren ab.
22 Partien hat Linton Maina von der U16 bis zur U20 für die Nachwuchsteams des DFB bestritten. Im Herrenbereich kamen bislang keine weiteren Länderspiele hinzu. Das könnte sich ändern: Der Außenstürmer des 1. FC Köln ist ein Kandidat für die Nationalmannschaft Kenias.
Wie der Kicker berichtet, soll sich der kenianische Verband intensiv um Maina bemühen. Der gebürtige Berliner ist der Sohn eines Kenianers und darf sich offenbar auf einen Besuch von Nationaltrainer Benni McCarthy gefasst machen. Der Südafrikaner, der als Profi unter anderem für den FC Porto und die Blackburn Rovers spielte, plant eine Reise nach Deutschland und will Maina in einem persönlichen Gespräch überzeugen.
Das sagte Maina als Youngster über Einsätze für Kenia
Kenia scheiterte zuletzt in der WM-Qualifikation in einer Gruppe mit der Elfenbeinküste und Gabun. Am Afrika Cup nahmen die Ostafrikaner zuletzt 2019 teil. Nun aber will sich der Verband für das Turnier im Jahr 2027 rüsten. Dann ist Kenia gemeinsam mit Tansania und Uganda als Gastgeber gesetzt.
Für Kenia zu spielen, weil mein Vater von dort stammt, käme nicht von Herzen.
Linton Maina 2018
Ob sich Maina überzeugen lässt, ist wohl sehr fraglich. Als Jungprofi von Hannover 96 und U20-Nationalspieler des DFB sagte er einmal: „Ich spiele auch in der Nationalmannschaft mit dem Herzen für Deutschland, bin Deutscher und hier aufgewachsen. Für Kenia zu spielen, weil mein Vater von dort stammt, käme nicht von Herzen. Ich war auch noch nie dort und kann die Sprache nicht.“ Sein Vater lebe „zwar in Berlin, zu ihm habe ich aber nur ab und zu Kontakt“, ergänzte Maina damals.
Siebeneinhalb Jahre liegen diese Aussagen zurück. Ob sich an Mainas Haltung etwas geändert hat, bleibt abzuwarten. In McCarthys Nationalmannschaft wäre er aktuell der einzige Bundesliga-Profi. Der wertvollste Spieler ist derzeit Michael Olunga von Al-Arabi SC, dessen Marktwert auf sechs Millionen Euro geschätzt wird. In Deutschland hat McCarthy wohl nicht nur Maina, sondern auch Sadiki Chemwor (FC Bayern München U19) und Andre Gitau (FSV Mainz 05 II) im Blick.








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