Hartes Kwasniok-Urteil: „Bei einigen reicht es nicht für die Bundesliga!“

Lukas Kwasniok gegen Fortuna Köln. (Foto: Bucco)
Lukas Kwasniok gegen Fortuna Köln. (Foto: Bucco)

Lukas Kwasniok hat nach dem enttäuschenden 2:2 im Testspiel gegen Fortuna Köln einigen Spielern des 1. FC Köln die Bundesliga-Tauglichkeit abgesprochen. Das zeigt: Beim FC hat der Umbruch gerade erst begonnen.

Vor dem Start ins Trainingslager in Bad Waltersdorf hat der 1. FC Köln einen Warnschuss erhalten. Das 2:2 im Testspiel gegen Fortuna Köln war die Folge einer weitgehend enttäuschenden Leistung. Lukas Kwasniok redete nach den 90 Minuten im Südstadion nicht um den heißen Brei herum.

„Wir haben in den ersten 15 bis 20 Minuten ein gutes Spiel gemacht, dann hat es aber stark nachgelassen, weil wir die Struktur verloren haben und viele technische Fehler gemacht“, sagte der FC-Trainer. „Das hat sich dann bis zur 90. Minute durchgezogen. Das war kein Ruhmesblatt und zeigt, dass wir weiter hart arbeiten müssen.“

Kwasniok droht mit personellen Konsequenzen

In der Anfangsphase hatte Kwasniok noch „deutliche Fortschritte“ im Vergleich zur Vorwoche gesehen – im Spiel mit dem Ball, im Pressing, im Herausspielen von Torchancen. Dann aber verlor seine Mannschaft den Faden und fand ihn nicht mehr wieder. „Wir sind uns nicht treu geblieben. Es wurde sehr schleppend und fehlerhaft.“ Und dann begann Kwasniok mit der deutlichen Schelte: „Das hatte fast schon eine Sportfest-Stimmung ohne Dynamik.“

Man werde nun im Trainingslager den Finger in die Wunde legen, machte Kwasniok deutlich, und zeigte auf, dass dies auch personelle Konsequenzen haben werde. „Wir müssen so ehrlich sein: Bei einigen reicht es noch lange nicht für die Bundesliga und bei anderen ist vielleicht der Punkt gekommen, da es nicht mehr für die Bundesliga reicht. So ehrlich müssen wir die Dinge auf den Tisch bringen. Das werden wir aber intern tun.“

Drei Spieler fehlten bereits im Aufgebot

Heißt: So mancher Youngster darf zwar bislang mit den Profis trainieren, wird sich aber wohl schneller als gedacht bei der U21 wiederfinden. Aber auch gestandene Spieler können sich nicht sicher sein, ihren Kaderplatz zu behalten. „Wir werden den Finger in die Wunde legen“, sagte Kwasniok. „Da geht es nicht nur um den spieltaktischen Bereich, sondern auch um die Qualität, und das werden wir den Jungs auch so kommunizieren.“

Am Freitagabend bei der Fortuna fehlten neben dem bereits aussortierten Sargis Adamyan mit Jacob Christensen und Malek El Mala bereits zwei weitere Spieler. Doch Kwasnioks Worte richteten sich nach dem 2:2 gegen den Stadtrivalen vor allem an die Spieler, welche im Südstadion auf dem Rasen gestanden hatten. So mancher muss sich also umschauen, ehe es am Samstag ins Trainingslager nach Bad Waltersdorf geht.

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