Der 1. FC Köln hat erneut einen Spieler aus dem Nachwuchs von Eintracht Trier verpflichtet. Wie einst Jan Thielmann wechselt auch Joona Pepe Meyer aus Deutschlands ältester Stadt an den Rhein. Die Zukunft des U21-EM-Finalisten ist derweil aktuell noch ungewiss.
Beim 1. FC Köln dreht sich dieser Tage einiges um die Frage, ob Damion Downs und Eric Martel ihre Verträge verlängern und langfristig am Geißbockheim bleiben werden. Bei beiden Spielern läuft das Arbeitspapier im Sommer 2026 aus. Entsprechend hätte der FC nur noch in diesem Sommer die Möglichkeit, eine angemessene Ablösesumme für das Duo zu generieren.
Die beiden Spieler sind jedoch nicht die einzigen Profis, deren Verträge nur noch ein Jahr Gültigkeit besitzen. Bei insgesamt zwölf Spielern endet die FC-Zeit Stand jetzt nach der kommenden Saison. Während einige von ihnen jedoch bereits in diesem Sommer keine sportliche Zukunft mehr am Geißbockheim haben, wollen die Verantwortlichen mit einem weiteren Spieler unbedingt ebenfalls verlängern: Jan Thielmann.
Thielmann gilt als glühender FC-Fan
Der Grund, warum diese Personalie öffentlich weitaus weniger intensiv diskutiert wird wie Martel und Downs, ist die Tatsache, dass man sich wohl deutlich weniger Gedanken um eine Zusage von Thielmann macht. Immerhin gilt der 23-Jährige als echter Identitätsträger mit einem glühenden FC-Herz, bei dem sich einige eine ähnliche Vereinstreue wie bei Jonas Hector vorstellen könnten. Gegenüber dem GEISSBLOG hatte kürzlich erst Mark Uth die Hoffnung geäußert, dass der Angreifer seine gesamte Karriere über den Geißbock auf der Brust tragen wird.
Unterschrieben ist ein neues Arbeitspapier allerdings noch nicht. Zuletzt waren Gerüchte aufgetaucht, nach denen RB Leipzig Interesse an dem Vize-Europameister bekunden würde. Beim 1. FC Köln zeigt man sich jedoch zuversichtlich, dass Thielmann seinen Vertrag in Köln am ehesten der drei genannten Spieler verlängern wird.
Nach Kainz: Thielmann mit den meisten Einsätzen
Thielmann spielt dabei seit acht Jahren beim FC, ist inzwischen hinter Florian Kainz der dienstälteste Spieler der Profis und kommt nach dem Österreicher auch auf die meisten Pflichtspieleinsätze aus dem aktuellen Kader. 2017 war der gebürtige Föhrener aus dem Nachwuchs von Eintracht Trier in die Domstadt gewechselt.
Seit diesem Wechsel glühen die Drähte an die Mosel durchaus heiß. Zwei Jahre später zog es Mathias Olesen ebenfalls aus der Jugendabteilung der Trierer in das Kölner NLZ. Es folgten Wechsel von Phil Thieltges und Finn Gromzick (beide 2022), die zwar jeweils noch einen Umweg über die SV Elversberg und den 1. FC Kaiserslautern gegangen waren, jedoch bei Eintracht Trier respektive dessen damaligem Partnerverein FC Trier ausgebildet worden waren.
FC holt nächstes Talent aus Trier
2023 wechselte dann Jan Colles aus Deutschlands ältester Stadt in das FC-Internat. Der Mittelfeldspieler und deutsche U16-Nationalspieler wird ab der kommenden Saison für die FC-U17 auflaufen. Zwar haben die Trierer und der FC keine offizielle Kooperation, das Verhältnis zwischen den beiden Clubs ist im Nachwuchs jedoch gut und die Verantwortlichen stehen in einem engen Austausch miteinander. Auch aufgrund der Nähe ist der 1. FC Köln für die Talente aus der Großregion Trier häufig eine naheliegende Adresse.
Für die kommenden Jahre hat sich der FC nun erneut ein Talent aus dem Eintracht-Nachwuchs gesichert. Bereits im März hatten die Kölner die Verpflichtung von Joona Pepe Meyer für die U16 perfekt gemacht. Der Außenverteidiger hatte in der abgelaufenen Saison maßgeblichen Anteil daran, dass die Trierer U15 eine Rekord-Saison in der Regionalliga Südwest spielen und unter anderem die großen Nachwuchsleistungszentren aus Kaiserslautern und Mainz ärgern konnte.
Gute Dynamik und Torgefahr
Der Neuzugang verfügt über eine gute Dynamik und einen starken linker Fuß, wodurch er immer wieder auch selbst torgefährlich werden kann. Immerhin war Meyer mit elf Saisontoren der zweiterfolgreichste Torschütze in der vergangenen Saison bei der Eintracht und rangierte ligaweit auf Platz sechs. Nun wird Meyer in der kommenden Saison in der FC-U16 seine Entwicklung vorantreiben – in der Hoffnung, einen ähnlichen Weg wie Jan Thielmann einschlagen zu können. Und im Falle eines langfristigen Verbleibs des Eigengewächses vielleicht irgendwann mit ihm zusammen auf dem Platz zu stehen.







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