Rav van den Berg sieht sich bereit für seinen ersten Einsatz beim 1. FC Köln. Der teuerste FC-Transfer des Sommers will gegen den SC Freiburg ran. Danach reist er zur Nationalmannschaft.
Als Rav van den Berg in dieser Woche erstmals seit seinem Transfer zum 1. FC Köln an die Mikrofone der wartenden Journalisten trat, zeigte sich der Niederländer selbstbewusst. „Ich wäre gerne zwei Wochen früher hier gewesen, aber jetzt bin ich hier und bereit, jede Woche zu spielen.“
Acht Millionen Euro hat sich der FC die Dienste des Innenverteidigers kosten lassen. Gegen Regensburg und Mainz musste ich der Rechtsfuß aber noch gedulden, seine Konkurrenten in der Dreierkette hatten den Vorsprung einer vollständigen Vorbereitung. Nun ist van den Berg zwei Wochen weiter, ist in die Mannschaft integriert. Winkt nun gegen Freiburg am Sonntag sein Debüt?
Wer müsste weichen?
„Ich weiß, dass ich performen muss“, sagte van den Berg über die vermeintliche Bürde seiner hohen Ablösesumme. „Aber das mag ich, weil ich unter Druck sehr fokussiert bin. Und dann ist es natürlich eine Ehre, dass der Club so viel für mich bezahlt hat. Ich will jetzt zeigen, was ich zu leisten im Stande bin.“ Lässt ihn Trainer Lukas Kwasniok nun also ran?
Am Freitag auf der Pressekonferenz klang dies zunächst noch nicht so. Da lobte der FC-Trainer zunächst einmal insbesondere Timo Hübers, der eine starke Vorbereitung gespielt hat und auch gegen Regensburg und Mainz überzeugen konnte. Links wird sich Kwasniok wohl erneut zwischen Cenk Özkacar oder Tom Krauß entscheiden. Müsste also womöglich Joël Schmied weichen, sobald van den Berg soweit ist?
„Wenn du keine absolut runde Vorbereitung hast, bist du ein bisschen im Hintertreffen“, sagte Kwasniok. „Wir haben Rav für die nächsten Jahre und nicht die nächsten Tage verpflichtet.“ Es gelte eine gute Mischung zu finden aus einer stabilen Mannschaft und dem richtigen Moment, einen neuen Spieler „mal reinwerfen zu können“. Ist dieser Moment ausgerechnet im Heimspiel gegen den SC Freiburg gekommen?
Kwasniok hätte wohl gerne noch die Länderspielpause abgewartet, um van den Berg im Testspiel gegen Essen am kommenden Mittwoch einzusetzen. Doch der U21-Nationalspieler der Niederlande ist nominiert worden und reist daher nächste Woche zu U21 seines Landes. Somit kann er auch die zwei Trainingswochen nicht nutzen, um noch näher an die Startelf heranzurücken. Eine Ehre für den Spieler, aber ein unglücklicher Zeitpunkt für den FC.
Kwasniok verrät Entscheidung nicht
„Wir haben uns nicht final entschieden“, sagte Kwasniok zu einem möglichen van-den-Berg-Einsatz gegen Freiburg. „Rav ist jetzt näher dran, aber ob er so weit sein wird, dass er am Sonntag schon von Beginn an auflaufen wird, kann ich noch nicht sagen.“ Wohl auch, weil der FC in Mainz ohne Gegentor geblieben und den 05ern nicht viele Torchancen ermöglicht hatte. Never change a winning Team – zumindest in der Defensive könnte diese Devise am Sonntag noch einmal gelten.







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