„Völlig anders“: Doch kein Startelf-Test gegen „beste Mannschaft in Europa“?

Denis Huseinbasic am Freitag im Mannschaftstraining. (Foto: Bucco)
Denis Huseinbasic am Freitag im Mannschaftstraining. (Foto: Bucco)

Eigentlich sollte die Generalprobe des 1. FC Köln gegen Atalanta Bergamo zur Probe aufs Exempel werden. Startelf, Kapitän, Taktik – alles sollte noch mal auf den Prüfstand. Nun kommt es anders.

In acht Tagen startet der 1. FC Köln bei Jahn Regensburg in die Saison. Erst DFB-Pokal, dann eine Woche später in der Bundesliga beim 1. FSV Mainz 05 – die Geißböcke stehen direkt vor wichtigen Wochen zum Saisonstart. Lukas Kwasniok weiß daher um die Bedeutung des Spiels gegen Atalanta Bergamo am Samstag im RheinEnergieStadion.

Jedoch nimmt der FC-Trainer die Generalprobe mit seiner Mannschaft anders an als erwartet. Und auch anders, als er sie selbst angekündigt hatte. Vor einer Woche noch hatte der 44-Jährige vorausgeschaut und spekuliert, er werde gegen Atalanta womöglich die aktuelle Stammelf aufbieten und sich einspielen lassen und ebenso die Kapitänsbinde dem Spieler geben, der sie dann auch den Rest der Saison tragen solle.

Darum sagt die Startelf nichts aus

Am Freitag nach dem Mannschaftstraining klang dies nun gänzlich anders. Bei der Frage nach dem Kapitän werde er sich noch Zeit lassen (der GEISSBLOG berichtete). Und bei der Elf, die gegen Bergamo auflaufen werde, stehe nun etwas anderes im Mittelpunkt. Der Grund: die Spielweise des Gegners. „Auf gar keinen Fall“ werde die Startelf gegen Atalanta die Startelf gegen Regensburg sein, machte Kwasniok deutlich. Und nannte dann die Begründung.

„Das hängt damit zusammen, dass es um eine Startelf gegen Atalanta geht, die in einem Mann-gegen-Mann-Spiel bestmöglich aussehen kann. Das ist extrem hart“, sagte Kwasniok über den Gegner, der keine Raumdeckung spielt, sondern 90 Minuten lang konsequent über das gesamte Feld im Eins-gegen-Eins verteidigen lässt. „Wenn wir uns nicht daran orientieren, kann das nach hinten losgehen. Deswegen werde ich diejenigen aufstellen, die Mann gegen Mann am besten aussehen.“

Was der FC gegen Atalanta zeigen muss

Naturgemäß wird die Herausforderung gegen Regensburg eine ganz andere, ebenso eine Woche später gegen Mainz. „Gegen Regensburg werden wir einen tiefen Block bespielen müssen. Und auch in Mainz werden wir andere Qualitäten brauchen.“ Und so werden sich wohl auch die drei Startformationen gegen Bergamo, Regensburg und Mainz jeweils voneinander unterscheiden.

Jedoch sieht Kwasniok den Test gegen Atalanta als gute Herausforderung. Die Herangehensweise sei „völlig anders, denn du kannst alles in die Tonne kloppen, was dir in der Jugend beigebracht wurde – Positionsspiel, zwischen die Ketten spielen, zwei Kontakte, all das“, sagte Kwasniok und erklärte, was die Fans erwarten könnten. „Mann gegen Mann bedeutet, dass du viel von hinten andribbeln musst, viele Bälle hinter die Kette spielen musst. Wir werden immer wieder die Tiefe bespielen müssen. Dafür brauchst du über 90 Minuten Geschwindigkeit und Frische, um zustechen zu können.“

Diese Mannschaft ist in Bezug auf Physis und Geschwindigkeit die beste in Europa

Lukas Kwasniok über Atalanta Bergamo

Doch auch in einer anderen Hinsicht werde das Duell eine große Herausforderung für seine Mannschaft. Die Spieler werden sich wehren müssen. „Diese Mannschaft ist in Bezug auf Physis und Geschwindigkeit die beste in Europa“, befand Kwasniok. „So können sie 90 Minuten Mann gegen Mann über den ganzen Platz spielen. Das sind physische Maschinen.“ Und gegen diese Maschinen gilt es für den FC am Samstag ab 15.30 Uhr zu bestehen.

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