Ragnar Ache hat beim 1:3 in Leipzig die Mega-Chance ausgelassen, den 1. FC Köln noch einmal auf 2:3 heranzubringen. Lukas Kwasniok lobt den Stürmer trotz des Fehlschusses und ist überzeugt: „Er wird noch oft genug der entscheidende Mann sein.“
Wer weiß, was für den 1. FC Köln noch drin gewesen wäre, wäre der Ball in der 60. Minute nicht neben dem linken Pfosten, sondern im Netz von RB Leipzig gelandet. Unmittelbar nach seiner Einwechslung vergab Ragnar Ache die riesige Möglichkeit auf den Anschlusstreffer, verfehlte nach einer mustergültigen Flanke von Sebastian Sebulonsen aus wenigen Metern das Tor.
„Ache hatte die große Chance zum 2:3, dann wäre es noch mal heikel geworden“, glaubt Lukas Kwasniok. Auch Sportdirektor Thomas Kessler meint: „Wenn Ragnar den über die Linie drücken kann, haben wir noch mal ein spannendes Fußballspiel.“ Doch es blieb beim Wenn, beim Konjunktiv.
Thielmann: „Wird nicht im Erdboden versinken“
Ache, im Pokal in Regensburg und in der Vorwoche in Wolfsburg mit dem Kopf als Vorbereiter zur Stelle, muss weiterhin auf sein erstes Bundesliga-Tor für den FC warten – erhält von den Verantwortlichen aber Rückendeckung.
„Das ist ein herausragender junger Mann, er wird seine Schritte gehen“, zeigt sich Lukas Kwasniok trotz des Fehlschusses in Leipzig von Ache überzeugt und lobt: „Ich habe seine Reaktion gesehen nach der vergebenen Chance – die war 1a mit Sternchen. Er hat weitergemacht, hatte eine Kopfballaktion.“
Das ist total unglücklich, aber wir werden in dieser Saison noch viel Freude an ihm haben.
Thomas Kessler über Ragnar Ache
Kessler will dem 27-Jährigen „überhaupt keinen Vorwurf“ machen. „Das passiert bei einem Stürmer. Im Bruchteil einer Sekunde trifft man eine Entscheidung. Er hat den Ball nicht so erwischt, wie er das haben wollte. Das ist total unglücklich, aber wir werden in dieser Saison noch viel Freude an ihm haben“, verspricht der Sportdirektor.
Teamkollege Jan Thielmann sieht es ganz ähnlich: „Ragnar ist Stürmer. Er weiß selbst, dass er den in vielen von zehn Fällen reinmacht. Da wird er mit Sicherheit nicht im Erdboden versinken.“
Kwasniok: „Wir sind happy, ihn zu haben“
Im Laufe seiner Karriere musste sich Ache bereits an Rückschläge gewöhnen. Nach seinem ersten Wechsel in die Bundesliga, 2020 von Sparta Rotterdam zu Eintracht Frankfurt, musste er noch mal einen Umweg über die 2. Liga nehmen, empfahl sich in Fürth und vor allem in Kaiserslautern für die Rückkehr ins Oberhaus.
„Ich bin mir relativ sicher, dass er in der Vergangenheit auch mal eine Großchance verkickt hat. Er hat weitergemacht, ist jetzt in der Bundesliga angekommen und darf beim 1. FC Köln spielen“, so Kwasniok, der betont: „Wir sind happy, ihn bei uns zu haben. Er wird noch oft genug der entscheidende Mann auf dem Feld sein.“ Vielleicht schon am kommenden Sonntag gegen Stuttgart.








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