„Das sieht nicht gut aus“: FC-Profi droht monatelanger Ausfall

Rav van den Berg ging mit Teamarzt Paul Klein vom Feld. (Foto: IMAGO / DeFodi Images)
Rav van den Berg ging mit Teamarzt Paul Klein vom Feld. (Foto: IMAGO / DeFodi Images)

Dem 1. FC Köln steht nach dem spektakulären 3:3 beim VfL Wolfsburg ein weiterer Langzeit-Ausfall bevor. Rav van den Berg wird den Geißböcken aufgrund einer Schulterverletzung womöglich Monate fehlen. Die Verantwortlichen äußern sich besorgt.

Aus der Volkswagen Arena berichtet Martin Zenge

Es war in doppelter Hinsicht eine schmerzhafte Spielphase für den 1. FC Köln. Erst ging der VfL Wolfsburg durch Lovro Majer mit 2:1 in Führung (65.) und nur drei Minuten später lag Rav van den Berg verletzt auf dem Rasen der Volkswagen Arena – nach einem Foul von eben jenem Majer, der im Zweikampf mit dem Kölner Innenverteidiger viel zu spät gekommen war. Für van den Berg ging es nicht weiter, sein zweiter Bundesliga-Einsatz brachte ihm einen Besuch im Krankenhaus ein.

„Das sieht leider nicht so gut aus. Er ist nach dem Foul sehr unglücklich auf die Schulter gefallen“, berichtete Sportdirektor Thomas Kessler und erklärte das weitere Vorgehen: „Wir müssen das jetzt in der Klinik checken lassen, aber es sieht danach aus, als ob er mehrere Wochen fehlen wird.“

Kwasniok: „Schultereckgelenk schmerzt sehr“

Auch Lukas Kwasniok konnte keinen Optimismus verspüren, der FC-Trainer äußerte sich auf der Pressekonferenz ähnlich besorgt wie Kessler: „Rav geht es nicht gut. Das Schultereckgelenk schmerzt sehr. Aber bevor ich schon eine Diagnose abgebe, möchte ich mich zurückhalten.“ Gewissheit werden van den Berg und die Verantwortlichen wohl im Laufe des Sonntags haben, nach einer MRT-Untersuchung in der MediaPark-Klinik.

Doch schon jetzt dürfte klar sein, dass eine schnelle Rückkehr ausgeschlossen ist. „Es ist nicht davon auszugehen, dass es nächste Woche gleich weitergeht“, so Kwasniok. Sollte es sich um eine Schultereckgelenksprengung handeln, hängt die genaue Ausfallzeit davon ab, ob van den Berg operiert werden muss oder konservativ behandelt wird.

Wochen oder Monate?

Im Falle einer Schulter-OP dürfte der 21-Jährige sogar mehrere Monate ausfallen. Youngster Youssoupha Niang war im Juli an der Schulter operiert worden und ist bislang nicht ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Im schlimmsten Fall könnte das Fußballjahr für van den Berg schon gelaufen sein – doch zunächst mal hofft man am Geißbockheim auf die von Kessler erwähnten „Wochen“.

Schon vor der Verletzung war es nicht van den Bergs Nachmittag gewesen. Nachdem ihm bei seinem Bundesliga-Debüt gegen den SC Freiburg eine perfekte Zweikampfbilanz gelungen war, ließ sich der 1,91-Meter-Riese bei Wolfsburgs 1:1 nun von dem 21 Zentimeter kleineren Mohamed Amoura überspringen. Zur Pause ging van den Berg kopfschüttelnd vom Rasen, nach seiner Verletzung dann im wahrsten Sinne des Wortes mit einer hängenden Schulter.

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