„Das war geil!“ Die FC-Stimmen zur „wilden Achterbahnfahrt“ in Wolfsburg

Jakub Kamiński und der 1. FC Köln jubeln in Wolfsburg. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports)
Jakub Kamiński und der 1. FC Köln jubeln in Wolfsburg. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports)

Der 1. FC Köln hat in Wolfsburg ein verrücktes 3:3 gefeiert und ist in der Bundesliga weiter ungeschlagen. Nach der Partie sprachen Spieler wie Verantwortliche über die Berg- und Talfahrt in der Volkswagen Arena.

Aus der Volkswagen Arena berichtet Martin Zenge

Marius Bülter

„Das war verrückt. Ich fand, dass wir gut ins Spiel reingekommen sind bis zur Gewitterpause. Danach haben wir nicht so gut gespielt bis zur Halbzeit. In der zweiten Hälfte haben wir es uns erkämpft, wieder einmal mit Jungs, die von der Bank gekommen sind und spielentscheidend waren. Das spricht für uns, für die Mannschaft. Den Punkt nehmen wir gerne mit. Bei meinem Tor hat Joel den Spieler wohl umgestoßen. Das ist bitter. Auch weil Hübi bei deren Tor (zum 1:1) etwas gestoßen wurde. Auch nach dem 2:3 hat man an unserer Körpersprache gesehen, dass wir noch nicht aufgegeben hatten.“

Luca Waldschmidt

„Nichts fühlt sich wie ein Sieg an, aber hinten raus noch zurückzukommen und auszugleichen, ist sehr schön. Man fiebert von draußen mit und freut sich mit, wenn das 3:3 fällt. Bei meinem Tor läuft man 50-mal umsonst, aber einmal fällt der Ball dann runter. Mein Job war sonst eher, ein bisschen tiefer zu stehen, die Innenverteidiger tiefer zu binden und vorne als Neuner erst spät am Spiel teilzunehmen. Wir haben es phasenweise nicht geschafft, die Bälle vernünftig nach vorne zu spielen. Deswegen fangen wir Mitte der ersten Halbzeit an zu schwimmen. Mein Wechsel zur Halbzeit war dann taktischer Natur. Ich will nicht darüber nachdenken, was möglich ist. Wir müssen einfach immer ans Maximum kommen, um Spiele gewinnen zu können.“

Jakub Kaminski

„Das war geil. Das fühlt sich gut an. Ich habe großen Respekt vor Wolfsburg, weil ich noch Spieler des VfL bin. Deswegen wollte ich nicht jubeln, aber es ist gut für mich, hier in Köln zu sein.“

Thomas Kessler

„Nach den 104 Minuten glaube ich, dass es am Ende ein gerechtes Ergebnis war. Inhaltlich könnte man diskutieren, ob wir den Matchplan hätten besser umsetzen können. Gerade in der ersten Halbzeit haben wir es nicht gut gemacht. Viele Räume, die wir besprochen hatten, haben wir nicht so bespielt. Das ärgert mich etwas. Das ist ein Prozess, in dem wir stecken. Es wäre auch schlimm, wenn wir nach zehn Wochen keine Arbeit mehr hätten. Wir haben noch viele Themen, an denen wir arbeiten können. Trotzdem: Nach so einem emotionalen Spiel und einem 3:3 in der 104. Minute freuen sich die Jungs, und das ist auch völlig okay.“

Lukas Kwasniok

„Die Handlung auf dem Platz hat für sich gesprochen. Es war eine wilde Achterbahnfahrt mit einem besseren Start für uns. Mit der Gewitterunterbrechung waren die Wolfsburger obenauf, haben verdient das 1:1 gemacht und waren auch zu Beginn der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft. Nach der Verletzung von van den Berg, als wir mit dem Mut der Verzweiflung einen offensiven Achter für einen Innenverteidiger gebracht haben, war es ein Signal an die Mannschaft, dass wir hier unbedingt versuchen wollen, den Punkt mitzunehmen. Die letzten 15 Minuten waren noch wilder als die 90 davor. Die Mannschaft hat sich das 3:3 über die 105 Minuten verdient. Wenn man es nüchtern betrachtet, können beide Mannschaften damit leben. Über 90 Minuten war es ein verdientes Unentschieden.“

Paul Simonis

„Es war eine gute Analyse meines Kollegen. Köln ist besser gestartet als wir, wir hatten Glück mit der Gewitterunterbrechung, haben uns besprochen und das 1:1 gemacht. Ich wollte das Momentum aufrechterhalten. In der zweiten Halbzeit war es eine emotionale Achterbahnfahrt mit zwei Mannschaften, die bis zum Ende gekämpft haben. Wir müssen den nächsten Schritt machen und zum Ende des Spiels da sein, es war nicht das erste Mal, dass wir spät ein Tor kassiert haben. Man muss sein Tor mit allem, was man hat, verteidigen. Da müssen wir uns schnell verbessern.“

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