Der 1. FC Köln hat angekündigt, in der Länderspielpause mit „Akribie“ an den wichtigsten Themen zu arbeiten. Doch dafür fehlt das Personal. Borussia Mönchengladbach hat mit dem neuen Trainer vor dem Derby dasselbe Problem.
Der 1. FC Köln freut sich, dass insgesamt zehn Profis oder Jungprofis zu ihren Nationalmannschaften abberufen wurden. Das Problem für den FC: Mit Gideon Mensah (Ghana), Luka Lochoshvili (Georgien) und Jahmai Simpson-Pusey (England U21) sind drei Viertel der bisherigen Viererkette nicht da. Zudem hat sich Alessio Castro-Montes verletzt – er fällt aus.
Heißt: Weil zudem Rav van den Berg (Niederlande U21) ebenfalls verreist ist, stehen in der nächsten Woche nach den fünf freien Tagen nur Sebastian Sebulonsen, Joel Schmied und Borna Sosa als Abwehrspieler im Profi-Training bereit. Einspielen und Abläufe trainieren, ob in aktiven Spielphasen oder bei Standards, ist somit praktisch nicht möglich. Zumindest nicht für die potenzielle Startelf.
Gladbach ohne Innenverteidiger im Training
Aus FC-Sicht bitter, da nach neun Gegentoren in den ersten vier Spielen Bedarf herrscht, um die Fehler der ersten Partien abzustellen. Die Kölner Hoffnung vor dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach lautet aber: Dem Erzrivalen geht es kaum anders. Und das noch unter gänzlich anderen Voraussetzungen. Denn nicht nur haben die Fohlen bereits 16 Gegentore kassiert und damit vier Treffer im Schnitt.
Mit Alexander Blessin ist nun auch ein neuer Trainer an den Niederrhein gekommen, der eigentlich gerne mit der neuen Mannschaft vor allem an der defensiven Stabilität arbeiten würde. Doch auch die Fohlen haben kaum einen Verteidiger in der Länderspielpause im Training.
Mit Ko Itakura (Japan), Kevin Diks (Indonesien), Fabio Chiarodia (Italien U21) und Jan Leszczynski (Polen U20) fehlen alle vier Innenverteidiger im Kader. Zudem ist Linksverteidiger Lukas Ullrich (Deutschland U21) weg. Bleiben David Herold hinten links sowie die drei Rechtsverteidiger Joe Scally, Daiki Hashioka und Yukhym Konoplya für das Training.
Vorteil FC? Wohl nur ein kleiner…
Zwei Erzrivalen also, die vor dem Derby ihre Defensivprobleme in den Griff bekommen müssen, aber auf nahezu das gesamte Personal in der letzten Kette verzichten müssen. Keine idealen Voraussetzungen für die beiden Cheftrainer. René Wagner hat immerhin den Vorteil, dass seine Spieler ihn bereits kennen und wissen, was er von ihnen erwartet. Die Gladbacher Nationalspieler hingegen werden zu ihrem Verein zurückkehren und erst wenige Tage vor dem Derby erfahren, wie Blessin plant. Vorteil FC? Wohl nur ein kleiner…








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