Die U21 des 1. FC Köln hat sich durch den Sieg gegen den Wuppertaler SV aus den ärgsten Nöten in der Regionalliga befreit. Nun soll wieder zum Tragen kommen, was in den vergangene zwei Jahren das Erfolgsrezept war. Auch Neo Telle soll dazu beitragen, obwohl seine Lage kompliziert ist.
Erst der Sieg gegen den Wuppertaler SV am Montagabend, dann ein 4:0 im Testspiel gegen den Siegburger SV am Donnerstag: Die U21 des 1. FC Köln blickt auf eine erfolgreiche Woche zurück, die nach schwierigen Spielen zuvor wieder Selbstvertrauen gegeben hat. Der Start in die Regionalliga-Saison war mehr als holprig. Nun soll sich alles wieder etwas beruhigen.
„Klar ist eine Erleichterung da“, sagte Trainer Evangelos Sbonias. „Mit so einer jungen Mannschaft brauchst du auch mal ein Spiel, das du so ziehst. Ich bin froh, dass es so funktioniert hat.“ Gemeint war das glückliche 3:2 gegen Wuppertal nach einer nicht immer guten Leistung (vor allem defensiv), dafür aber mit dem besseren Ende für den FC.
Dieses Manko beklagt Sbonias
Es war eines dieser Spiele, die ein Trainer für seine Mannschaft braucht: drei Punkte für ein besseres Gefühl, aber auch viel Anschauungsmaterial für die Analyse. „Die Gegentore haben wir in der Box wieder nicht gut verteidigt“, konstatierte Sbonias. „Da fehlt die Abgezocktheit. Diesmal ist es gut gegangen, weil wir vorne die Dinger gemacht haben.“
Am Ende stand sogar der Sprung vom letzten Tabellenplatz auf Rang elf. Noch ist zu Saisonbeginn alles eng beieinander. Da hilft ein Sieg, um sich ärgster Nöte zu entledigen. „Die Tabelle ist wichtig, weil jetzt Länderspielpause ist. So können wir zwei Wochen in Ruhe arbeiten und müssen keine Mängelliste abarbeiten. Wir können das anders aufarbeiten, das wird uns helfen.“
Neuzugänge erhöhen den Druck
Auch personell muss Sbonias nun überlegen, in welche Richtung er seine Mannschaft und die einzelnen Spieler entwickeln will. Insbesondere die Innenverteidigung machte bislang keinen guten Job. Mit Luc Dabrowski und Luca Lechner (aktuell verletzt) kamen zwei neue Abwehrspieler für das Zentrum, mit Yannick Mausehund im vergangenen Winter ein weiterer, der durch eine lange Verletzung in der Rückrunde noch immer wie ein Neuzugang ist.
Drei Neue plus Neo Telle und dem spät wieder verpflichteten Mikail Özkan – das muss sich erst finden. Mausehund stand am Montag erstmals nach seiner Verletzung wieder in der Startelf, braucht aber noch Zeit. Telle hingegen wollte eigentlich zu den Profis, hat es nicht geschafft, seinen Vertrag aber noch nicht verlängert und soll eigentlich verliehen werden. Viel zu verarbeiten für einen so jungen Spieler.
Sbonias erklärt Telle-Situation
„Das ist keine einfache Situation für ihn“, sagte Sbonias. „Das war eine Achterbahnfahrt der Gefühle für ihn. Trotzdem geht er damit vorbildlich um.“ Gegen Wuppertal kam Telle erst in der zweiten Hälfte zum Einsatz. „Ich bin mit ihm im Austausch, es geht für ihn darum, sich im Training wieder anzubieten.“
Trotz des sportlich schwierigen Saisonstarts ist die Konkurrenzsituation in der Mannschaft eigentlich hoch. Das gilt auch für Telle. Am Samstag geht es in der Liga mit dem Auswärtsspiel beim VfL Bochum weiter. Der Aufsteiger ist mit fünf Punkten aus sechs Spielen gestartet und liegt hinter dem FC. Ein weiterer Dreier würde den Geißböcken noch mehr Luft und Ruhe verschaffen.








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