Said El Mala hat sein viertes Saisontor verpasst, Lukas Kwasniok aber auf andere Art und Weise überzeugt. Der Trainer des 1. FC Köln bescheinigt seinem Shootingstar nach dem 0:1 in Dortmund einen großen Schritt.
Viele Augen waren auf ihn gerichtet. Und es fehlten nur Zentimeter, dann wäre Said El Mala womöglich erneut zum Mann des Spiels avanciert. In der 19. Minute lief das Offensivjuwel des 1. FC Köln alleine auf BVB-Torhüter Gregor Kobel zu. El Mala hatte viel Zeit nachzudenken, womöglich zu viel, visierte das rechte, untere Eck an – und verfehlte den Pfosten um wenige Zentimeter.
Wer weiß, wie der Abend im Signal-Iduna-Park verlaufen wäre, wenn der 19-Jährige die riesige Chance genutzt hätte. Schon in der dritten Minute hatte El Mala das erste Mal Fahrt aufgenommen, war aber von Schlotterbeck bedrängt worden. Nach 35 Minuten schnappte sich der Linksaußen dann einen verunglückten Rückpass der Dortmunder, ließ Anton und Schlotterbeck stehen, verzog allerdings völlig.
El Mala „hat die Highlights nicht gesetzt“
„Wir hatten in der ersten Halbzeit zwei, drei Umschalter, wo du in Führung gehen musst, wenn du hier in Dortmund etwas mitnehmen willst“, ärgerte sich Lukas Kwasniok nach Abpfiff über die verpassten Chancen. Insgesamt fünf Torschüsse gab seine Mannschaft ab, alle fünf in der ersten Halbzeit – drei davon durch El Mala.
Nach drei Treffern in seinen ersten 245 Bundesliga-Minuten, einer schöner als der andere, hatte Kwasniok den Youngster zuletzt als „Highlight-Spieler“ betitelt und zugleich betont: „Zwischen einem Highlight-Spieler und einem guten Bundesliga-Spieler liegen noch Welten.“ Welten – oder doch nur eine Woche? Denn in Dortmund, wo El Mala zum zweiten Mal in der Kölner Startelf stand, stellte Kwasniok fest: „Er hat sich in diesem Spiel zu einem besseren Bundesliga-Spieler entwickelt, hat aber die Highlights nicht gesetzt.“
Kwasniok sieht „großen Step“ von El Mala
Der FC-Trainer konnte einige der Dinge sehen, die er von einem konstanten Bundesliga-Profi erwartet, die El Mala aus seiner Sicht zuletzt aber noch abgegangen waren. „Was seine Einstellung, seine Bereitschaft, seine Hingabe in der Arbeit gegen den Ball angeht, Bälle festmachen, mannschaftsdienlich agieren – da hat er einen großen, großen Step gemacht bei solch einem Top-Gegner in der Bundesliga“, lobte Kwasniok.
Und dennoch dürfte El Mala noch so einige Gedanken an die 19. Minute verloren haben, als er den FC mit seinem vierten Saisontor in Führung hätte bringen können. „Er ärgert sich ein wenig, dass er den nicht gemacht hat“, berichtete Kwasniok nach dem 0:1 beim BVB und schob nach: „Wir uns natürlich auch.“








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