Dank einer aufopferungsvollen Abwehrarbeit war der 1. FC Köln bei Borussia Dortmund nah dran am Punktgewinn. Trainer Lukas Kwasniok hat nach der dramatischen 0:1-Niederlage zwei Spieler mit einem Sonderlob bedacht.
Bei dem einen oder anderen Fan des 1. FC Köln dürften schlechte Erinnerungen hochgekommen sein. Samstagabend in Dortmund, ein starker FC – und dann der ganz späte Nackenschlag, der Siegtreffer für den BVB. So ähnlich wie an diesem achten Spieltag war es schon zum Auftakt der Saison 2022/23 gelaufen.
Damals war die 0:1-Niederlage, man hätte es angesichts der engagierten Leistung im Signal-Iduna-Park nicht vorhersagen können, der Beginn des Abstiegs. Heute aber steht der FC trotz der bitteren Pleite beim BVB so gefestigt da, wie ein Aufsteiger dastehen kann, rangiert mit elf Punkten weiterhin in der oberen Tabellenhälfte.
Martel und Hübers als Beispiele für „Aufopferung“
Dass die Geißböcke am Samstagabend erneut ganz nah an einem Punktgewinn in Dortmund dran waren, lag insbesondere an der intensiven Defensivarbeit, bei der neben dem glänzenden Torhüter Marvin Schwäbe (GEISSBLOG-Note 1,5) noch zwei weitere Akteure herausstachen.
„Wenn man heute bei Wikipedia nach dem Wort ‚Aufopferung‘ suchen würde“, sagte Lukas Kwasniok nach Abpfiff im Signal-Iduna-Park, „würden zwei Namen herausspringen: Eric Martel und Timo Hübers.“ Ein großes Lob für das Defensiv-Duo, wenngleich natürlich auch die warmen Worte des FC-Trainers keine Medizin gegen Hübers‘ schwere Knieverletzung waren.
Martels Abnutzungskampf mit Guirassy
Die Leistung, die der Ex-Kapitän vor dem dramatischen Moment in der 82. Spielminute gezeigt hatte, gehörte wohl zu Hübers‘ stärksten Auftritten im FC-Trikot. Als rechter Part der Dreierkette hatte der 29-Jährige die beste Zweikampfquote in einer generell zweikampfstarken Kölner Mannschaft, gewann 75 Prozent seiner Duelle.
Martel wiederum rückte wie schon beim 1:2 gegen Stuttgart und über weite Strecken der vergangenen Saison von der Sechs zurück in die Dreierkette, übernahm dort die zentrale Rolle und wich BVB-Star Serhou Guirassy nicht von der Seite. „Ich wusste, dass er gut in der Box ist und die Bälle festmachen kann, dass da einiges auf mich zukommt. Deswegen habe ich versucht, alles zu tun, damit er es so schwer wie möglich hat.“ Das gelang, auch wenn Guirassy zu Beginn der zweiten Halbzeit nach einer unfreiwilligen Ablage von Adeyemi zu einer Top-Chance kam.
„Das ist einfach die Art und Weise, das ist der Weg, den wir gehen müssen, um eine Chance in der Bundesliga zu haben.
Lukas Kwasniok
Dass der große Kampf letztlich nicht zu einem Punkt reichte, fühlte sich für Martel „wie ein Stich ins Herz“ an. Auch der Defensiv-Allrounder erinnerte sich an die Niederlage vor zwei Jahren: „Das hat sich ähnlich angefühlt. So schön wie der Fußball sein kann, so tragisch kann er auch sein.“ Das galt für den FC an diesem Abend in mehrfacher Hinsicht.
„Trotzdem möchte ich mich bei der Mannschaft für die Einsatzbereitschaft bedanken“, sprach Kwasniok nicht nur Martel und Hübers, sondern dem gesamten Team ein Lob aus: „Das ist einfach die Art und Weise, das ist der Weg, den wir gehen müssen, um eine Chance in der Bundesliga zu haben. Wir sind irgendwo stolz, wenn auch niedergeschlagen.“








Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!