Bank und Tribünenplatz: Darum hat es dieses FC-Duo so schwer

Cenk Özkacar muss sich aktuell gedulden. (Foto: Bucco)
Cenk Özkacar muss sich aktuell gedulden. (Foto: Bucco)

Der Eine gar nicht mehr im Kader des 1. FC Köln, der Andere nur auf der Bank: Trainer Lukas Kwasniok erklärt, warum Jusuf Gazibegovic und Cenk Özkacar derzeit einen schweren Stand haben.

Zum vierten Mal in Folge steht Jusuf Gazibegovic gegen die TSG Hoffenheim nicht im Kader des 1. FC Köln. Der Rechtsverteidiger war bislang in dieser Saison lediglich beim 4:1-Heimerfolg gegen den SC Freiburg zu einem Joker-Einsatz gekommen. Ansonsten wurde der Bosnier noch nicht von Trainer Lukas Kwasniok berücksichtigt – und wird nach der Partie in Hoffenheim zwischen den beiden Länderspielpausen kein einziges Mal im Kölner Aufgebot gestanden haben.

Kwasniok erklärte dies am Mittwoch mit der Kaderzusammenstellung beim Bundesliga-Aufsteiger. „Ich habe gerne die beiden Schienen mit zwei Spezialisten besetzt“, sagte der Trainer und meinte damit Kristoffer Lund auf der linken und Sebastian Sebulonsen auf der rechten Seite. Zudem habe der FC „weitere Spieler, die auch dort spielen können – wie Maina, Thielmann und Kaminski“, führte Kwasniok aus.

Darum reicht es für Gazibegovic nicht

In diesem Fall reiche „ein Spieler im Kader, den du im Fall der Fälle auf beiden Seiten bringen kannst.“ Diesen hat der FC am Deadline Day bekanntlich mit Alessio Castro-Montes verpflichtet. Zu diesem Zeitpunkt weilte Gazibegovic bei der bosnischen Nationalmannschaft – und schaffte es nach seiner Rückkehr nicht mehr in den Spieltagskader. „Das ist bitter für Gazi“, meinte Kwasniok, und weiter: „Aber ich kann daran nichts ändern. Er lässt sich nichts zuschulden kommen, aber es trifft ihn aktuell.“

Mit einer ähnlichen Situation hat derzeit auch Cenk Özkacar zu kämpfen. Der Neuzugang war zuletzt am ersten Spieltag gegen den 1. FSV Mainz 05 zum Einsatz gekommen. Zwar stand der Innenverteidiger anders als Gazibegovic in der Folge stets im Kader, für eine Einwechslung reichte es allerdings nicht. Gemeinsam mit Dominique Heintz sind Özkacar und Gazibegovic als einzige Feldspieler in den letzten drei Partien überhaupt nicht zum Einsatz gekommen.

Das sagt Kwasniok zur Situation von Özkacar

„Bei Cenk gibt es keine Probleme“, bescheinigte Kwasniok hinsichtlich des Abwehrspielers. Allerdings habe sich der FC zunächst „darauf fokussiert“, so Kwasniok, mit Rav van den Berg einen weiteren Neuzugang „in der richtigen Konstitution auf den Platz zu bekommen“. Dann jedoch habe sich der Niederländer in seinem zweiten Spiel für die Kölner direkt die schwere Schulterverletzung zugezogen – „was unsere gesamte Gedankenwelt hat zusammenbrechen lassen“, meinte der FC-Coach.

„Daraus resultiert unsere Suche nach der perfekten Balance“, ergänzte Kwasniok. Gegen RB Leipzig hatten es die Kölner zunächst mit einer Viererkette und Tom Krauß als Linksverteidiger probiert. Gegen Stuttgart kehrte der FC dann zur Dreierkette zurück, spielte jedoch mit Eric Martel zwischen Timo Hübers und Joël Schmied in der Abwehrreihe. Allerdings habe der Trainer das Problem nicht in der Innenverteidigung ausgemacht. „Du wechselst in der Defensive weniger als offensiv“, erklärte Kwasniok.

Wenn die Zeit reif ist, werde ich ihn reinwerfen.

Lukas Kwasniok über Cenk Özkacar

Entsprechend sei es nun die Aufgabe von Özkacar, weiter an sich zu arbeiten. „Und das tut er. Er ist sehr fokussiert und mit einer hohen intrinsischen Motivation ausgestattet, dadurch gibt er uns Energie. Und wenn die Zeit reif ist, werde ich ihn reinwerfen“, sagt Kwasniok. Gegen die TSG Hoffenheim am Freitagabend wird das aber wohl erneut nicht von Beginn an der Fall sein. Anders als Jusuf Gazibegovic darf Özkacar aber zumindest auf einen Joker-Einsatz hoffen.

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