Ragnar Ache hat am Donnerstag die einzigen beiden Tore für den 1. FC Köln beim Benefiz-Turnier Cologne Cup erzielt. Für den Angreifer war es ein Abend mit Höhen und Tiefen.
Für Ragnar Ache hätte es am Donnerstag im Südstadion ein besonders bitterer Abend werden können. Nach sechs Minuten scheiterte der Stürmer gegen Viktoria Köln bereits aus kurzer Distanz an Torhüter Arne Schulz, nur Sekunden später stand er bei seinem Treffer im Abseits. In der 21. und in der 34. Minute fand Ache dann erneut in Schulz seinen Meister, als er zweimal völlig frei ebenfalls nicht platziert genug abschloss.
Kurz darauf dann der Schreckmoment: Nach einem Zusammenprall mit Luca Wolf auf Höhe der Mittellinie blieb Ache plötzlich schmerzverzerrt liegen, während die Viktoria im selben Spielzug ihre Führung erzielte. „Ich finde, es war ein ganz klares Foul“, sagte Trainer Lukas Kwasniok hinterher überrascht über den ausgebliebenen Pfiff des Unparteiischen. Der FC-Angreifer musste in der Folge am Sprunggelenk behandelt werden, zog sich zwischenzeitlich das Trikot über das Gesicht und schlug die Hände vor dem Kopf zusammen.
Kwasniok schon früh erleichtert
Doch Ache hatte Glück im Unglück und konnte weiterspielen. „Aufgrund seiner Reaktion war schnell ersichtlich, dass der Zusammenstoß keine Verletzung nach sich gezogen hat“, meinte Kwasniok nach dem Spiel. Der Trainer hatte schon früh gemerkt, dass bei seinem Schützling alles soweit in Ordnung war. „Es war ein Treffer, aber es wurden keine Bänder in Mitleidenschaft gezogen. Sonst hätte der Spieler anders reagiert.“
Für den 27-Jährigen am Ende doppelt gut, denn nur wenige Minuten später traf Ache schließlich zum Ausgleich. Zunächst wurde der Mittelstürmer mit dem Rücken zum Tor an der Mittellinie von Youngster Yannick Mausehund angespielt. Ache legte auf Krauß ab, der seinen Zielspieler sofort wieder auf die Reise schickte. Im Strafraum setzte sich der Mittelstürmer schließlich gegen Eisenhuth und Akyekum durch und erzielte das 1:1.
Kwasniok: „Geht immer darum, weiterzumachen“
Und auch im zweiten Spiel belohnte sich Ache für seinen Aufwand. In der zehnten Minute wurde der gebürtige Frankfurter von Florian Kainz in Szene gesetzt, blieb diesmal im Eins-gegen-Eins-Duell mit Fortuna-Keeper Jannick Theißen cool und traf zur zwischenzeitlichen Führung. Am Ende verlor der FC zwar beide Spiele, zumindest Ache konnte mit den einzigen beiden Treffern des Bundesligisten aber ein wenig Selbstvertrauen tanken.

„Am Ende geht es im Leben immer darum, weiterzumachen“, wurde Trainer Kwasniok nach dem Turnier fast schon philosophisch. Auf den Fußball bezogen führte der 44-Jährige aus: „Ein Stürmer-Leben besteht daraus, den Ball vorbeizukicken, dann weiterzumachen und zu treffen – und wenn du triffst, das zu bestätigen.“ Und speziell auf Ache bezogen: „Das ist sein Leben und das macht er schon sein Leben lang.“
Ache hat dem FC mit zwei Assists in der Bundesliga und zwei im DFB-Pokal dabei schon wichtige Tore vorbereitet. Er selbst wartet aber noch auf seinen ersten Pflichtspiel-Treffer im FC-Dress. Entsprechend dürfte ihm das Turnier dabei als einem von ganz wenigen FC-Profis trotz zweier Niederlagen am Donnerstag gut getan haben. „Es war für ihn vor den freien Tagen wichtig, sich für den Aufwand zu belohnen“, meinte auch Lukas Kwasniok, bevor sich der Trainer ebenfalls in ein langes Wochenende verabschiedete.








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