Familiäre Extra-Motivation: Warum FC-Neuzugang unbedingt zur WM will

Kristoffer Lund mit Said El Mala und Tom Krauß. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports)
Kristoffer Lund mit Said El Mala und Tom Krauß. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports)

Mit einer erfolgreichen Saison in der Bundesliga will sich Kristoffer Lund für die Weltmeisterschaft im kommenden Sommer empfehlen. Der Neuzugang des 1. FC Köln hat dabei eine Extra-Motivation.

Jakub Kaminski (Polen) und Isak Johannesson (Island) sind mit ihren Nationalmannschaften in der Qualifikation im Einsatz. Jusuf Gazibegovic und Denis Huseinbasic können sich im Laufe der Saison noch für die bosnische Auswahl empfehlen, der frisch nominierte Sebastian Sebulonsen will sich bei Norwegen festspielen. Und einige Experten trauen Said El Mala zu, auf den deutschen WM-Zug aufzuspringen. Gleich mehrere Profis des 1. FC Köln haben die Chance, an der Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko teilzunehmen.

Das gilt fraglos auch für Kristoffer Lund. Der Sohn einer amerikanischen Mutter und eines dänischen Vaters ist siebenfacher A-Nationalspieler der USA, seine Nationalmannschaft ist als Gastgeber natürlich für das Turnier gesetzt. Lund allerdings war seit Oktober 2024 nicht mehr nominiert und will sich seinen Kader-Platz nun in der Bundesliga erkämpfen.

Höhere WM-Chancen durch FC-Wechsel

„Die WM in den USA ist für einen US-Nationalspieler ein Riesenerlebnis. Ich möchte unbedingt im Kader stehen und dieses Turnier spielen“, sagt der 23-Jährige im Gespräch mit dem GEISSBLOG (hier geht’s zum Interview) und schiebt nach: „Ich denke, durch meinen Wechsel in die Bundesliga und unsere aktuelle Performance haben sich meine Chancen erhöht.“

Lund, der an vier der ersten sechs Spieltage in Lukas Kwasnioks Startelf stand, geht es nicht nur um das sportliche Highlight, das eine WM-Teilnahme für jeden Fußballprofi darstellt. Der Linksverteidiger hat auch einen familiären Antrieb: „Ich bin in Dänemark geboren und aufgewachsen, hatte aber auch immer eine enge Beziehung zu den Staaten. Als ich ein Kind war, sind wir ein-, zweimal im Jahr in die USA gereist.“

Lund will Verbindung zur USA stärken

Der Kölner Neuzugang, ausgeliehen vom FC Palermo, verrät: „Ich habe dort eine Großmutter und einen Großvater, auch eine Tante. Seit ich Fußballprofi bin, ist es aber sehr schwierig, sie zu besuchen – auch deshalb ist es mir so wichtig, für die Nationalmannschaft zu spielen. Das erleichtert es mir, meine Verbindung zum Land und meiner Familie dort zu stärken.“

Und die WM-Teilnahme soll längst nicht das Ende der Fahnenstange sein. „Ich hoffe, dass ich noch mehr als zehn Jahre für die Nationalmannschaft spielen darf. Dann ist meine Beziehung zu Dänemark und den USA vielleicht 50:50“, so Lunds Wunsch für die Zukunft.

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