Für die Frauen des 1. FC Köln stand in der Bundesliga das Heim-Derby gegen Bayer Leverkusen auf dem Plan. Die Gastgeberinnen durften dabei schon früh jubeln. Doch dann nahm die Partie plötzlich ein unverhofftes Ende.
Aus dem Franz-Kremer-Stadion berichtet Anton Kostudis
Derby-Abend im Franz-Kremer-Stadion: Für die Frauen des 1. FC Köln stand am Sonntagabend das Bundesliga-Heimspiel gegen den rheinischen Rivalen Bayer Leverkusen auf dem Plan. Und Trainerin Britta Carlson und ihr Team wollten die favorisierte Werkself natürlich kräftig ärgern!
Der FC erwischte dann auch einen echten Blitz-Start in die Partie: Denn schon nach 26 Sekunden lag der Ball im Leverkusener Netz. Torjägerin Sandra Maria Jessen hatte per Kopf zur frühen Führung eingenickt.
Fluchtlicht-Ausfall sorgt für Abbruch
Der FC blieb am Drücker, kam zu weiteren Chancen. Doch dann verweigerte plötzlich ein Flutlichtmast im Franz-Kremer-Stadion den Dienst. Die Partie wurde daraufhin mehr als 45 Minuten lang unterbrochen. Schiedsrichterin Annika Kost entschied schließlich, das Spiel nicht wieder anzupfeifen. Enttäuscht verließen die Fans das Stadion. Es wird nun ein Wiederholungsspiel geben.
Tore und Highlights
1. Minute: Was für ein Super-Start für Köln! Kurz nach dem Anstoß erläuft Laura Donhauser auf der rechten Außenbahn einen langen Ball und flankt mustergültig nach innen. Dort steigt Knipserin Jessen hoch und versenkt das Spielgerät mit einem platzierten Kopfball in den Maschen. Für die Isländerin war es der dritte Saisontreffer am fünften Bundesliga-Spieltag. Auch beim jüngsten Pokal-Auftritt bei Zweitligist Warbeyen hatte die Angreiferin doppelt getroffen. Jetzt sorgt sie für den Traum-Start aus FC-Sicht!
16. Minute: Wieder Köln, wieder Jessen: Die neu in die Startelf gekommene Martyna Wiankowska marschiert links nach vorne und flankt die Kugel in die Mitte. Die Hereingabe landet erneut bei der Isländerin, die den Ball diesmal per Kopf allerdings klar über den Kasten setzt.

31. Minute: Jessen zum dritten! Carlotta Imping lässt im Mittelfeld zwei Gegenspielerinnen stehen und schickt die Angreiferin auf die Reise. Im allerletzten Moment kann Leverkusens Lilla Turanyi die FC-Stürmerin aber noch entscheidend stören.
38. Minute: Der Moment, der alles auf den Kopf stellt. Plötzlich streikt ein Flutlichtmast im Franz-Kremer-Stadion! Die Folge ist eine lange Unterbrechung. Immer wieder flackern die Lichter auf – um direkt wieder den Geist aufzugeben. Schiedsrichterin Annika Kost schickt beide Teams in die Kabinen. Und da die technischen Probleme auch nach einer Dreiviertelstunde nicht behoben werden können, bricht Kost die Partie schließlich um 20.09 Uhr ab.
Personal
So spielte der FC: Schmitz – Wiankowska, Hegering, Agrez, Gerhardt – Feiersinger, Vogt, Imping, Achcinska, Donhauser – Jessen
Zur Aufstellung: Carlson nahm im Vergleich zu den beiden vorangegangenen Partien einen Wechsel in ihrer Startelf vor. Und der war verletzungsbedingt: In der Abwehr begann Martyna Wiankowska hinten links, weil Sylwia Matysik mit muskulären Problemen passen musste. Erfreulich derweil aus Kölner Sicht: Erstmals in dieser Saison stand Sommer-Verpflichtung Pauline Bremer im Spieltagskader. Die Ex-Wolfsburgerin hatte sich wochenlang mit einer hartnäckigen Blessur herumgeschlagen, ist nun aber endlich wieder fit.
Fazit
Was für eine Gefühlsachterbahn für die FC-Frauen! Carlsons Team zeigte gegen Leverkusen die bislang beste Saisonleistung, war gegen die favorisierten Leverkusenerinnen das klar bessere Team. Bis zur 38 Minute, als der Flutlicht-Ausfall für den schlussendlichen Spielabbruch sorgte. Verdammt ärgerlich: Die Regularien sehen vor, dass die Partie wiederholt werden muss. Und zwar komplett von der ersten Minute an beim Stand von 0:0. Dennoch: Dieser Derby-Auftritt kann und sollte den Kölnerinnen Mut für die kommenden Wochen machen.





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