„Er war gebrochen“: Enttäuschter Profi nimmt nächstes Ziel ins Visier

Isak Johannesson schaut nach dem WM-Aus schnell wieder nach vorne. (Foto: Bucco)
Isak Johannesson schaut nach dem WM-Aus schnell wieder nach vorne. (Foto: Bucco)

Isak Johannesson konnte sich mit Island nicht für die Weltmeisterschaft im kommenden Sommer qualifizieren. Wie Lukas Kwasniok verrät, hat der Stammspieler des 1. FC Köln aber schon das nächste Ziel ins Visier genommen.

Es waren verschiedene Gefühlslagen, mit denen die Nationalspieler des 1. FC Köln im Laufe dieser Woche ans Geißbockheim zurückkehrten. Isak Johannesson war der erste – und gewiss der geknickteste. Schließlich platzte am vergangenen Sonntag, durch eine 0:2-Niederlage gegen die Ukraine, der WM-Traum des Isländers (der GEISSBLOG berichtete).

„Er war schon ein wenig gebrochen und geknickt“, berichtet Lukas Kwasniok über Johannessons Zustand beim Wiedersehen. „Aber das sind alles Profisportler und da gilt es natürlich, das abzuschütteln“, macht der FC-Trainer zugleich klar, dass der Kopf schnell wieder nach oben gehen muss.

Johannesson denkt schon an die EM

Und genau das sei bei Johannesson auch der Fall gewesen, als nach dem trainingsfreien Mittwoch am Donnerstag die Frankfurt-Vorbereitung begann. „Er hat mir gegenüber kommuniziert: ‚Zum einen ist das Fußball. Zum anderen haben wir eine sehr junge Mannschaft'“, so Kwasniok. Das WM-Aus soll Islands positive Entwicklung nicht aufhalten.

„So ticken die Jungs, gleich mit dieser Aussage: ‚Junge Mannschaft – nächstes Ziel Europameisterschaft!‘ Das eine Ziel nicht erreicht und das nächste auch schon wieder ins Visier genommen“, freut sich der FC-Trainer über Johannessons Einstellung.

Kwasniok: WM-Aus „wird keine Rolle spielen“

Die EM 2028 in Großbritannien soll das erste große Turnier des 22-Jährigen werden. Nachdem Johannessons Isländer bereits in der Qualifikation zur EM 2024 in Deutschland gescheitert waren – ebenfalls gegen die Ukraine, damals aber in den Playoffs. Doch zunächst mal ist der Ex-Düsseldorfer wieder beim FC gefragt.

Kwasniok mache sich „gar keine Gedanken“, was das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt angeht. „Das wird am Samstag keine Rolle bei ihm spielen, da bin ich mir recht sicher.” Johannesson dürfte nach der Enttäuschung auf internationalem Terrain zum zehnten Mal in Kwasnioks Startelf stehen. Einzig in Wolfsburg, als er angeschlagen von der Nationalmannschaft zurückgekehrt war, durfte der Mittelfeldakteur nicht beginnen.

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