Rav van den Berg wird gegen den SV Werder Bremen in den Kader des 1. FC Köln zurückkehren. Der Innenverteidiger darf auf erste Einsatzminuten seit seiner Verletzung Anfang September hoffen.
Acht Millionen Euro hat sich der 1. FC Köln im vergangenen Sommer die Dienste von Rav van den Berg kosten lassen. Seit Sebastiaan Bornauw im Sommer 2019 haben die Kölner nicht mehr so viel Geld für einen Spieler ausgegeben. Mit Boni könnte die Summe, die der FC an den FC Middlesbrough überweisen muss, am Ende sogar noch zweistellig werden.
Zurückzahlen konnte van den Berg die Summe bislang nicht. Allerdings nicht aus Eigenverschulden – immerhin fiel der Abwehrspieler seit dem 3. Spieltag gegen den VfL Wolfsburg mit einer schweren Schulterverletzung aus. Während der Länderspielpause feierte van den Berg schließlich sein Comeback für die niederländische U21-Nationalmannschaft. „Es hat sich sehr gut angefühlt, nach zwei Monaten Pause wieder rund 60 Minuten zu spielen. Ich bin wieder bei 100 Prozent“, sagte van den Berg am Donnerstag zwei Tage vor dem Spiel bei Werder Bremen.
Volles Vertrauen in die Schulter
Am vergangenen Bundesliga-Spieltag gegen Eintracht Frankfurt zählte der Kapitän der niederländischen U21 noch nicht wieder zum Kader von Trainer Lukas Kwasniok. Gegen Werder Bremen wird sich das am Samstag jedoch ändern, schließlich fällt mit Joël Schmied nach Timo Hübers und Luca Kilian auch noch ein dritter Innenverteidiger aus. „Die Verletzungen sind schlimme Nachrichten für den Verein und ich mag sie sehr gerne. Wenn der Trainer mich jetzt braucht, bin ich da“, versicherte van den Berg.
Seine Schulter fühle sich inzwischen wieder völlig normal an. „Vielleicht noch ein bisschen steif“, sagte der 21-Jährige. Dabei habe er auch wieder volles Vertrauen in das Gelenk. „Am Anfang war ich noch ein bisschen nervös, falls ich drauf fallen würde“, so van den Berg weiter. „Aber jetzt fühle ich mich wieder sicher, auch beim Grätschen und Fallen.“
Dreier- oder Viererkette? „Macht keinen Unterschied“
Wie genau Lukas Kwasniok seine Mannschaft am Samstag an der Weser insbesondere in der Defensive aufstellen wird, ist noch gänzlich unklar. Gegen Frankfurt hatte der Trainer zuletzt überraschenderweise wieder auf eine Viererkette gesetzt. Möglich, dass er aufgrund des Ausfalls von Schmied nun wieder auf die Dreierkette zurückgreift und Eric Martel zwischen van den Berg und Dominique Heintz zurückzieht.
Das System spielt für den Sommer-Neuzugang jedoch keine Rolle. „Mit zwei Innenverteidigern bin ich es mehr gewohnt, aber es macht nicht wirklich einen Unterschied für mich, ob wie mit Dreier- oder Viererkette spielen“, meinte van den Berg. Dabei sei es ihm auch egal, ob er in der Mitte oder rechts in der Dreierkette spiele. Nur links sei es für ihn als Rechtsfuß „ungewohnt.“
van den Bergs Zwei-Monats-Ziel
Gegen Bremen will der Abwehrspieler mit dem FC nach zwei Niederlagen in Folge nun wieder dreifach punkten – und danach erstmals auch so richtig in die Stadt eintauchen. Das hat der gebürtig aus Zwolle stammende Innenverteidiger bislang nämlich noch vermieden. „Als ich gekommen bin, wollte ich mich auf den Fußball konzentrieren“, sagte van den Berg. Nach der Verletzung hätte es sich dann „nicht richtig angefühlt, viel rauszugehen.“
Nun will van den Berg in den nächsten Monaten jedoch die Stadt erkunden. „Ich habe viel Gutes gehört“, meinte der Niederländer, der die deutsche Sprache bereits versteht, an der eigenen Ausdrucksweise aber im Unterricht noch arbeitet. Doch auch hier hat sich der ambitionierte FC-Profi bereits ein Ziel gesetzt: In zwei Monaten will van den Berg selbst Deutsch sprechen. Auf ein bekanntes Wort freut sich der Niederländer am Samstag aber wohl am meisten – und das heißt Comeback.








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