Der 1. FC Köln setzt für den Jahresendspurt auch auf zwei Spieler, die nach ihren Verletzungen zurückkehren. Wie schnell sind Jan Thielmann und Rav Van den Berg wieder Optionen für die Startelf?
Noch befindet sich der 1. FC Köln in einer längeren Pause. Die Länderspielpause haben die Geißböcke genutzt, um ihren Profis fünf freie Tage zu bescheren. Am Montag geht es mit dem ersten Training in der Woche vor dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt weiter. Dann wird auch Jan Thielmann mit der Mannschaft trainieren.
Der Offensivspieler hatte zuletzt wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel gefehlt und viel Pflichtspiele verpasst. Nun kehrt der 23-Jährige zurück. Bereits in Mönchengladbach hätte der Angreifer theoretisch wieder eingesetzt werden können. Doch Trainer Lukas Kwasniok wollte aufgrund der zahlreichen Muskelverletzungen in der Vergangenheit bei Thielmann besonders vorsichtig sein.
Perfektes Duo: Thielmann und Kaminski
Wie wichtig Thielmann jedoch für die Mannschaft ist, hatte Kwasniok bereits in der Vorbereitung erklärt: „Er bringt ein anderes Niveau rein mit seiner Intensität. Das hat das gesamte Training verändert, weil auch die Mitspieler das merken“, hatte der 44-Jährige gesagt, nachdem Thielmann erst verspätet in die Sommer-Vorbereitung eingestiegen war. Seitdem war der Rechtsaußen Stammspieler und unter Kwasniok gesetzt.
Das könnte schon gegen Frankfurt wieder so sein, denn Thielmanns Energie und Laufbereitschaft war, gepaart mit eben jener von Jakub Kaminski auf der linken Seite, ein Schlüssel im Kölner Angriff für den guten Saisonstart. Zwei Tore und eine Vorlage waren zudem Thielmanns bester Saisonstart beim FC. Und so hoffen die Geißböcke, dass mit seiner Rückkehr in die Startelf schon gegen Frankfurt ein neuer Schub durch die Mannschaft geht.
Spielpraxis für die Startelf?
Ob Rav van den Berg hingegen ebenfalls schon wieder in der Startelf stehen wird, ist offen. Der Niederländer ist nach seiner Schulter-OP endlich wieder fit – und wurde überraschend direkt für die U21 seines Landes nominiert. Diese Entscheidung jedoch fiel nach Rücksprache mit dem FC – und die Geißböcke waren froh, van den Berg diese Länderspielreise zu geben. Der Grund: So kann der Kapitän der niederländischen U21 sofort Spielpraxis sammeln.
Am Dienstag gegen Israel soll van den Berg wohl wichtige Minuten auf dem Feld verbringen, um schnell wieder Vertrauen in seine Schulter und ein Gefühl für die Spielsituationen zu bekommen. Allerdings wird van den Berg deshalb auch erst am Mittwoch wieder in Köln zurückerwartet und erst am Donnerstag wieder mit der Kölner Mannschaft trainieren können. Ein Startelf-Einsatz gegen Frankfurt käme also überraschend – oder spräche die jüngste Spielpraxis sogar für van den Berg?
Als Leistungsträger eingeplant
Nach dem Ausfall von Timo Hübers liegt dies im Bereich des Möglichen, zumal die Geißböcke auf den Rückkehrer für die Defensive setzen. Joel Schmied hat sich zuletzt festgespielt. Eric Martel jedoch hilft in der Dreierkette aus und könnte dank van den Berg wieder nach vorne rücken. Oder aber Kwasniok würde Cenk Özkacar opfern, der in Gladbach eigentlich eine anständige Partie gespielt, dann aber das 0:3 verschuldet hatte.
Thielmann für die Offensive, van den Berg für die Defensive: Beim FC stehen zwei potenzielle Schlüsselspieler vor der Rückkehr. Die Geißböcke könnten dann, die langzeitverletzten Hübers und Luca Kilian ausgenommen, wieder auf den gesamten Kader zurückgreifen. Kwasniok bekommt also pünktlich zum Jahresendspurt wieder mehr Optionen, und beide waren eigentlich von vorne herein als uneingeschränkte Stammspieler und Säulen der Mannschaft eingeplant.







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