„Auf gutem Weg“: Neuer Geschäftsführer? So steht’s um Kesslers Zukunft

FC-Sportchef Thomas Kessler. (Foto: Bucco)
FC-Sportchef Thomas Kessler. (Foto: Bucco)

Noch ist er Sportdirektor, doch dabei soll es nicht bleiben: Der Vorstand des 1. FC Köln will Thomas Kessler weiterhin zum dritten Geschäftsführer befördern. So ist der Zwischenstand.

Thomas Kessler soll Sport-Geschäftsführer des 1. FC Köln werden – darüber waren sich alle Vorstandsbewerber im Verlaufe des Wahlkampfs einig. Bislang, etwas mehr als zwei Monate nach der Amtsübernahme durch Jörn Stobbe, Jörg Alvermann und Ulf Sobek, wurde der Sportdirektor allerdings noch nicht befördert. Wie steht es um Kesslers Zukunft?

„Wir haben uns direkt nach der Amtsübergabe gemeinsam mit der Geschäftsführung intensiv ausgetauscht“, versicherte Vize-Präsident Sobek, der sich im Vorstand den sportlichen Themen widmet, bei der Pressekonferenz am Montag. Doch vor Kesslers Beförderung hätten zunächst einmal „dringliche strukturelle Themen“ im Vordergrund gestanden, beispielsweise die sportliche Ausrichtung und das Scouting.

„Thomas steht wie kein anderer für den FC“

Dennoch berichtete Sobek von „extrem guten und wertschätzenden Gesprächen“ und lobte die Arbeit des Ex-Torhüters: „Thomas steht mit seiner Leidenschaft wie kein anderer für den FC. Er hat sehr gute Arbeit gemacht, ein gutes Händchen bewiesen.“

Es bleibt demnach der Plan des Vorstands, Kessler als dritten Geschäftsführer neben Finanzboss Philipp Türoff und Marketingchef Philipp Liesenfeld zu installieren. „Da wir ein Fußballverein sind, ist es ganz klar, dass der Sport in der Geschäftsführung vertreten sein sollte“, betonte Präsident Stobbe.

Wenngleich der FC auch in der aktuellen Konstellation „voll handlungsfähig“ sei, wie Sobek ergänzte. Kessler ist als Sportdirektor bereits Teil der Geschäftsleitung und arbeite „unabhängig vom Titel sehr harmonisch“ mit Türoff und Liesenfeld zusammen. Von daher verspüre man im Vorstand in dieser Personalie „keinen ganz großen Druck – wohlwissend, dass wir den Sport weiter fördern und ausbauen wollen“.

Sobek: „Wollen nicht getrieben werden“

Kesslers Ernennung zum Geschäftsführer Sport – der Posten ist seit Christian Kellers Aus im Mai vakant – ist demnach nur eine Frage der Zeit. „Wir sind auf einem guten Weg, können in der Richtung aber noch nichts final verkünden“, erklärte Sobek, der aber davon ausgeht, dass die weiteren Gespräche „zielführend“ sein werden.

Eine kurzfristige sportliche Krise würde an Kesslers Beförderung offenbar nichts ändern. Sobek: „Grundsätzlich ist der sportliche Erfolg immer sehr relevant, aber diese Personalie werden wir nicht unmittelbar daran knüpfen. Wir wollen nicht getrieben werden, sondern die Entscheidung unabhängig vom Saisonausgang treffen.“ Und wohl auch vor dem Saisonausgang.

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