Der perfekte Deal: So wird der FC immer attraktiver auf dem Transfermarkt

Jakub Kaminski bei seinem neuen Club Benfica Lissabon. (Foto: slbenfica.pt)
Jakub Kaminski bei seinem neuen Club Benfica Lissabon. (Foto: slbenfica.pt)

Der 1. FC Köln verliert mit Jakub Kaminski einen zentralen Baustein der letzten Saison. Doch der Transfer ist das perfekte Beispiel, wie es für die Geißböcke wieder in bessere Zeiten gehen kann.

Ein Kommentar von Marc L. Merten

Jakub Kaminski hat alles geleistet, was sich der 1. FC Köln von dem Transfer hätte erhoffen können. Seine Leihe aus Wolfsburg war eine für alle Seiten perfekte Lösung. Der Spieler konnte, beim VfL sportlich festgefahren, seine Karriere neu ankurbeln und zeigen, was er wirklich drauf hat. Dem FC verhalf er dabei entscheidend zum Klassenerhalt. Und am Ende beschert er den Kölnern einen Millionen-Regen.

Er selbst kann jetzt bei einem internationalen Top-Club durchstarten, Benfica gehört zu den besten und seriösesten Adressen in Europa. Der FC wiederum hat innerhalb eines Jahres nicht nur den Klassenerhalt dank Kaminski geschafft. Er hat auch noch eines der besten Geschäfte seiner Vereinsgeschichte gemacht.

Simpson-Pusey der nächste große Deal?

Dieser perfekte Deal zeigt, welchen Weg der FC auch in Zukunft gehen muss. Leihen mit Kaufoptionen, das sind die Geschäfte, die dem FC ohne wirtschaftliches Risiko, aber mit sportlichen und finanziellen Chancen, die Bühne bereiten könnten, um in der Bundesliga wieder Fuß zu fassen. Kein Wunder, dass man am Geißbockheim genau das Modell nun bestätigen möchte.

Einfach wird es nicht, denn nicht jede Leihe geht auf, wie die Personalien Lund und Özkacar gezeigt haben. Und nicht jede Leihe sorgt für einen Multimillionen-Gewinn wie Kaminski, das zeigt die Personalie Krauß. Dennoch: Beim FC macht man alles richtig, wenn man genau solche Transfers weiter in den Mittelpunkt der Arbeit rückt. Jahmai Simpson-Pusey könnte der Nächste sein, bei dem dies gelingt.

Alles richtig gemacht!

Am Ende steht freilich immer die Herausforderung, nach einem gelungenen Deal wie mit Kaminski die sportliche Lücke wieder zuschließen. Sollte es dem FC jedoch gelingen, sich mit diesen Modellen auf dem Transfermarkt einen Namen zu machen, wird auch der FC selbst künftig immer attraktiver für Spieler, die genau diesen Schritt suchen.

Und damit wiederum würde es einfacher, die Lücken zu schließen, die nach den Verkäufen entstehen. Im Hier und Jetzt gilt für den FC genauso wie für Kaminski: Alles richtig gemacht! Der Pole spielt künftig um Meisterschaften und in Europa, der FC hat einen zweistelligen Millionen-Gewinn erzielt und gleichzeitig die Klasse gehalten. So darf es weitergehen.

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