Benfica Lissabon hat Jakub Kaminski bis 2031 unter Vertrag genommen und dem 1. FC Köln damit eine zweistellige Millionensumme beschert. Der börsendotierte Club musste die genaue Ablöse kommunizieren – genauso wie die Ausstiegsklausel.
Der 1. FC Köln hat den zweitgrößten Transfer seiner Vereinsgeschichte getätigt. Wie Benfica Lissabon am Dienstagabend offiziell verkündete, aktivierten die Portugiesen für Jakub Kaminski eine Ausstiegsklausel in Höhe von 17 Millionen Euro. Zudem gab Benfica bekannt, dass Kaminski künftig ebenso eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag habe – und die hat es in sich.
„Sport Lisboa e Benfica gibt bekannt, dass eine Einigung mit dem 1. FC Köln über den Erwerb sämtlicher Rechte am Spieler Jakub Piotr Kaminski für eine Summe von 17 Millionen Euro erzielt wurde“, hieß es in der Mitteilung. „Darüber hinaus hat der 1. FC Köln Anspruch auf zehn Prozent des bei einem künftigen Transfer des Spielers erzielten Veräußerungsgewinns. Dieser Anteil erhöht sich auf 25 Prozent, sollte der Transfer im Sommertransferfenster 2026 erfolgen.“
Benfica bestätigt Mega-Ausstiegsklausel
Benfica bestätigte somit nicht nur, dass der FC 17 Millionen Euro erhält, sondern auch an einem Weiterverkauf partizipieren wird. Nicht an der gesamten Ablöse, sondern an dem Gewinn, welchen Benfica in Zukunft erzielen sollte. Ein Beispiel: Sollte Kaminski in einem Jahr für 40 Millionen Euro Benfica wieder verlassen, würde der FC zehn Prozent des Gewinns erhalten, also zehn Prozent auf 40 minus 17 Millionen Euro – demzufolge 2,3 Mio. von 23 Mio. Euro.
Doch ist eine Rechnung mit 40 Mio. Euro überhaupt denkbar? Nicht, wenn es nach dem Vertragswerk gehen sollte. Denn Benfica bestätigte ebenfalls: „Benfica SAD hat mit dem Spieler einen bis zum 30. Juni 2031 laufenden Arbeitsvertrag geschlossen, der eine Ausstiegsklausel in Höhe von 60 Millionen Euro vorsieht.“ Sollte diese Klausel in Zukunft tatsächlich wirksam werden, würden dem FC 4,3 Mio. Euro an Nachzahlungen zustehen.
Lässt Kaminskis großer Traum die Kassen noch mal klingeln?
Ein dicker Transfer also für den FC: Kaminski kostete 5,5 Mio. Euro Ablöse und wurde nun mit einem Gewinn von 11,5 Mio. Euro verkauft. Sollte er in Portugal durchstarten und sich seinen Traum von der Premier League mit einem Monster-Transfer erfüllen, könnte sich auch der FC noch einmal richtig freuen über eine fette Nachzahlung.
Bei allem sportlichen Verlust: Über solche Summen hat man beim FC bislang erst einmal in der Vereinsgeschichte gesprochen – beim Verkauf von Anthony Modeste. Einzig Said El Mala könnte diese Größenordnung in diesem Sommer oder in mittelfristiger Zukunft noch einmal sprengen. Doch aktuell planen die Geißböcke mit dem Stürmer, für den der FC weiterhin 50 Millionen Euro verlangt.








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