Der 1. FC Köln muss mit zahlreichen Rückschlägen umgehen. Die zweite Derby-Pleite der Saison macht die letzten Tage vor Weihnachten nicht einfacher. Doch der Auftrag ist klar.
Ein Kommentar von Marc L. Merten
Seit Wochen läuft es beim 1. FC Köln nicht mehr. In den letzten fünf Spielen gab es fünf Rückschläge unterschiedlichster Art. Erst die in sich insgesamt schmerzhafte Derby-Pleite in Gladbach. Gegen Frankfurt gab es dann neben der Niederlage die Verletzung von Joel Schmied. In Bremen glich der FC zwar spät aus, verlor aber Dominique Heintz verletzt. Gegen St. Pauli gab es den Last-Second-Ausgleich. Und gegen Leverkusen musste der FC das Gegentor des Jahres per Scorpion Kick hinnehmen.
Dem FC gelingt seit Wochen nur wenig. Der FC hatte aber auch schon mal weniger Pech. Die vergangenen Wochen waren wahrlich schmerzhaft für die Geißböcke. Die Folge: Der zehnte Platz fühlt sich zwar noch immer gut an, die untere Tabellenhälfte ist aber zusammengerückt.
FC hatte vor dem Trend gewarnt
Immer deutlicher wird, wie bitter besonders der späte Ausgleichstreffer gegen Pauli war. Diese zwei Punkte mehr würden dem FC nicht nur tabellarisch helfen, sondern hätten auch die Sieglos-Serie unterbrochen. Nun stehen schon fünf Spiele ohne Dreier da, insgesamt gab es nur einen Sieg aus den letzten acht Partien bei insgesamt nur sechs Punkten. Das ist auf Dauer zu wenig.
Andererseits haben die Verantwortlichen des 1. FC Köln genau davor immer gewarnt. Lukas Kwasniok und Thomas Kessler wiederholen seit dem Sommer unermüdlich, dass auch mal schwierigere Phasen kommen könnten, und genau in einer solchen steckt der FC jetzt. Der FC war also vorbereitet und muss jetzt damit umgehen, diesen Trend zu durchbrechen.
Kwasniok kann Wende
In Paderborn hat Kwasniok gezeigt, dass er dies durchaus kann. 2023/24 gab es eine ähnliche Phase mit nur sechs Punkten aus acht Spielen – es folgten vier Siege aus den nächsten fünf Partien. In der Saison 2022/23 hatte es zwischenzeitlich nur einen Punkt aus fünf Spielen gegeben – es waren sogar vier Siege am Stück die Folge. Und in seiner ersten Saison für den SCP waren es sogar elf Spiele mit nur einem Sieg gewesen – dann aber folgten 18 Punkte aus den nächsten zehn Spielen.
Kwasniok kann also Wende: Nun muss er zeigen, dass ihm dies nicht nur in der 2. Liga, sondern auch in der Bundesliga gelingen kann. Gut, dass ihm spätestens nach Weihnachten mit Heintz und Schmied wieder zwei wichtige Kaderspieler zur Verfügung stehen werden. Plus womöglich ein oder zwei Neuzugänge. Doch die schmerzhaften Wochen lassen sich ohnehin am einfachsten mit Siegen verdrängen – im Bestfall noch vor Weihnachten daheim gegen Union. Dann wäre es ein wahrlich gelungenes Weihnachtsfest.







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