Der rasante Aufstieg von Said El Mala spiegelt sich mehr und mehr auch in Zahlen wider: Das Portal Transfermarkt.de hat den Marktwert des Shootingstars noch einmal deutlich angehoben. Und noch ein weiterer Profi des 1. FC Köln darf sich über ein sattes Millionen-Plus freuen.
Geht es nach Transfermarkt.de, ist Said El Mala schon jetzt der mit Abstand wertvollste Spieler in der Historie des 1. FC Köln. Am Freitag hat das Fußballportal die neuen Marktwerte der Bundesliga-Profis veröffentlicht und den Flügelstürmer mit einem immensen Zuwachs versehen. Im Oktober war El Malas Preisschild von drei auf 18 Millionen Euro angehoben worden. Nun geht es um weitere 122,2 Prozent nach oben – sein Marktwert wird auf sage und schreibe 40 Millionen Euro geschätzt.
Damit verdoppelt El Mala den bisherigen Kölner Rekordwert, den ein prominentes Trio innehatte. Lukas Podolski (2012) sowie Jonas Hector und Anthony Modeste (beide 2017) waren während ihrer Zeit beim FC jeweils auf 20 Millionen Euro taxiert worden.
El Mala auf dem Weg zum Rekord-Transfer
El Mala bewegt sich jetzt in ganz anderen Sphären. In der gesamten Liga haben in den vergangenen zwei Monaten lediglich Bayerns Lennart Karl (von 20 auf 60 Millionen Euro) und Leipzigs Yan Diomande (von 20 auf 45 Millionen Euro) noch mehr Marktwert zugelegt.
„Natürlich ist das cool – und eine tolle Wertschätzung. Gleichzeitig kann ich das sehr realistisch einschätzen und einordnen“, sagt El Mala über seinen Sprung. Sein neuer Marktwert sei „eine Auszeichnung für das gesamte Team“. Der 19-Jährige betont: „Unsere Mannschaft steht für mich immer an erster Stelle, um Spiele zu gewinnen und unsere Fans und meine Familie glücklich zu machen. Der Marktwert unserer Fans müsste eigentlich das Tausendfache von meinem sein.“
40 Millionen Euro nach nicht mal einer Halbserie in der Bundesliga. Sollte El Malas Entwicklungskurve anhalten, dürfte klar sein, dass die Summe, für die er den FC irgendwann verlassen wird, noch einmal deutlich über dieser Schätzung liegen wird. Tottenham und Manchester United sollen zuletzt ihr Interesse und Ablösevorstellungen von 30 bis 40 Millionen Euro hinterlegt haben (der GEISSBLOG berichtete). Doch das wird nicht reichen, um den bis 2030 ohne Ausstiegsklausel an den FC gebundenen Senkrechtstarter loszueisen.
Der Marktwert unserer Fans müsste eigentlich das Tausendfache von meinem sein.
Said El Mala
Ex-Sportboss Christian Keller hatte bereits im vergangenen Sommer prophezeit: „Da lege ich mich fest, dass er der teuerste Abgang der FC-Historie werden wird. Er ist ein Ausnahmespieler.“ Keller dürfte Recht behalten. Bisher steht Anthony Modestes Transfer nach China mit rund 30 Millionen Euro an der Spitze der Rekord-Abgänge. Sportdirektor Thomas Kessler betonte zuletzt, dass man noch keine Schmerzgrenze für einen El-Mala-Verkauf definiert habe (der GEISSBLOG berichtete).
Nun ergänzt Kessler: „Wir freuen uns sehr über die sportliche Entwicklung von Said. Trotz der Aufmerksamkeit bleibt er extrem fokussiert, arbeitet in jedem Training mit hoher Intensität und ist sehr lernwillig. Das zeigt sich in seinen Leistungen in der Bundesliga sowie in der Nominierung für die U21 und der Einladung zur A-Nationalmannschaft. Gleichzeitig ist seine Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen – umso mehr freuen wir uns, ihn bei uns weiter begleiten zu dürfen.“
Kaminski der zweite große FC-Gewinner
El Mala ist beim Marktwert-Update allerdings nicht der einzige FC-Profi mit einem satten Plus. Jakub Kaminski, mit fünf Saisontoren knapp hinter dem Youngster, hat sich von sieben auf zwölf Millionen Euro verbessert – um 71,4 Prozent. Somit ist der vom VfL Wolfsburg ausgeliehene Pole wieder bei seinem persönlichen Top-Wert aus dem Sommer 2023 angekommen.
Ebenfalls einen Anstieg verzeichnen Sebastian Sebulonsen (von 4,0 auf 5,5 Millionen Euro), Kristoffer Lund (von 2,7 auf 4,0 Millionen Euro), Cenk Özkacar (von 1,2 auf 2,0 Millionen Euro) und Denis Huseinbasic (von 2,8 auf 3,0 Millionen Euro).
Diese FC-Profis haben Marktwert verloren
Folglich haben insgesamt sechs Profis an Marktwert hinzugewonnen – demgegenüber stehen allerdings auch acht Spieler mit einem Verlust: Linton Maina (von 4,0 auf 3,0 Millionen Euro), Tom Krauß (von 4,0 auf 3,5 Millionen Euro), Alessio Castro-Montes (von 3,5 auf 3,0 Millionen Euro), Timo Hübers (von 3,0 auf 2,5 Millionen Euro), Jusuf Gazibgeovic (von 3,0 auf 2,5 Millionen Euro), Marius Bülter (von 2,5 auf 2,0 Millionen Euro), Florian Kainz (von 1,7 auf 1,5 Millionen Euro) sowie Dominique Heintz (von 800.000 auf 700.000 Euro).
Diese Verluste von zusammengerechnet 3,8 Millionen Euro sind jedoch nur ein Bruchteil der 30,8 Millionen Euro, die der FC – vor allem durch El Mala und Kaminski – dazugewonnen hat. Mit nun etwas mehr als 133 Millionen Euro Kaderwert haben die Geißböcke in der Marktwert-Tabelle gleich zwei Mannschaften hinter sich gelassen: den Hamburger SV, obwohl Luka Vuskovic wie El Mala von 18 auf 40 Millionen Euro geklettert ist, und auch den kommenden Gegner Union Berlin.








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