Linton Maina hat beim 1. FC Köln eine enttäuschende erste Saisonhälfte erlebt. Nun kommen Spekulationen über ein erneutes Interesse von Union Berlin und Ex-FC-Trainer Steffen Baumgart auf.
Der Jubel im RheinEnergieStadion war groß am 18. Mai. Natürlich vor allem über den Aufstieg des 1. FC Köln. Doch auch über Linton Mainas Worte nach dem 4:0-Erfolg gegen den 1. FC Kaiserslautern, der zuvor die Rückkehr ins Oberhaus besiegelt hatte. „Ich habe vor fünf, sechs Wochen bei einem Bundesligisten unterschrieben“, sagte Maina und verkündete damit seine Vertragsverlängerung beim FC: „Ein Verein, der sich jetzt wieder Bundesligist nennen darf.“
Maina hatte einen Verbleib in Köln an den Aufstieg geknüpft, da er selbst unbedingt wieder erstklassig spielen wollte. Eine halbe Saison später hat sich offenbart: Der Flügelflitzer steht zwar bei einem Bundesligisten unter Vertrag, darf selbst aber kaum in der Bundesliga ran.
Maina noch ohne Torbeteiligung
Nur 278 Minuten, lediglich zwei Startelf-Einsätze und kein einziger Scorerpunkt – das hatten sich alle Beteiligten anders vorgestellt. Ohne Zweifel gehört Maina zu den größten Kölner Verlierern der bisherigen Saison. Auch im Jahresendspurt, als zunehmend Sand ins Getriebe geriet, konnte sich der beste Vorbereiter der Aufstiegssaison nicht in die Mannschaft kämpfen. Zuletzt, beim 0:1 gegen Union Berlin, wurde er nach 86 Minuten eingewechselt.
Maina gilt als Profi, der ein Umfeld benötigt, in dem er sich wohlfühlt, um sein optimales Leistungsvermögen abrufen zu können. Beim FC und in Köln schien er genau dieses Umfeld gefunden zu haben, hinter seiner Identifikation mit dem Club und der Stadt steht kein Fragezeichen. Doch seine engsten Freunde in der Mannschaft brachen nach und nach weg. Erst Jeff Chabot, dann Tim Lemperle – und vor allem die Aussortierung von Leart Pacarada dürfte Maina getroffen haben. So stellt sich die Frage, wie wohl er sich wirklich noch fühlt.

Obwohl der 26-Jährige beim FC zu den Besserverdienern zählt, hatte er vor seiner Vertragsverlängerung dem Vernehmen nach noch lukrativere Offerten vorliegen. Leart Pacarada sagte unmittelbar nach dem Aufstieg: „Ihr könnt mir glauben, dass er auch andere Sachen hatte, wo du als Außensehender erst mal sagst: Wie kann man das nicht machen?“
Spekulationen über erneuten Anlauf von Union Berlin
Ein Verein, dem damals ein Interesse an Maina nachgesagt wurde, könnte ihm womöglich ein Wohlfühl-Umfeld bieten: Union Berlin. Der Flügelspieler ist gebürtiger Berliner. An der Alten Försterei steht mit Steffen Baumgart jener Trainer an der Seitenlinie, zu dem Maina bereits zu FC-Zeiten einen besonderen Draht hatte. Darüber hinaus galt Manager Horst Heldt einst schon in Hannover als Förderer des jetzigen Kölner Reservisten.
Die Berliner Zeitung spekuliert, dass Union in der Winterpause einen erneuten Versuch unternehmen könnte, Maina zu verpflichten. Heldt wird bezüglich möglicher Zugänge wie folgt zitiert: „Ich habe keine Glaskugel, deswegen kann ich nicht genau sagen, was passieren wird. Wir sind natürlich im permanenten Austausch, müssen aber auch nicht alles über den Haufen werfen, sondern gehen entspannt in die Transferphase. Wir haben Ideen und sind auf alles vorbereitet.“
Eine Frage der Ablöse
Ob Maina, der beim FC wohl mindestens bis 2027 unterschrieben hat, eine dieser Ideen ist, verriet der frühere Kölner Manager natürlich nicht. Fakt ist nach GEISSBLOG-Informationen: Wenn ein Verein eine adäquate Ablöse zahlen würde, dürfte der schnelle Offensivakteur gehen. Eine Ablöse, mit der die Kölner selbst eine Alternative verpflichten könnten. Dass nach Mainas gebrauchter Hinrunde tatsächlich eine attraktive Offerte eintreffen wird – damit rechneten die Verantwortlichen zuletzt aber nicht wirklich.
Darüber hinaus bleibt die Frage, ob Maina überhaupt gehen will. Oder ob er ab dem 2. Januar, wenn der FC ins spanische La Nucia reist, um sich auf die zweite Saisonhälfte vorzubereiten, probiert, sich doch bei den Geißböcken durchzubeißen. Womöglich hat er sich während der Weihnachtsfeiertage genau darüber Gedanken gemacht.








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