Enttäuschung statt ein positiver Jahresausklang. Nach dem 0:1 (0:0) gegen Union Berlin geht der 1. FC Köln mit sechs sieglosen Spielen in die Weihnachtspause. Die Stimmen zur knappen Niederlage in Unterzahl nach der Roten Karte für Rav van den Berg.
Aus dem RheinEnergieStadion berichten Sonja Gauer und Martin Zenge
Marvin Schwäbe
„Gefühlt gab es kein Spiel, was so sehr nach 0:0 aussah wie dieses. Keine Mannschaft hatte die Oberhand oder Großchancen, das Spiel war auf zweite Bälle und Standards ausgelegt. Alles wurde soweit sehr gut verteidigt. Umso ärgerlicher ist es, dass wir mit einer Niederlage nach Hause gehen. Bei der Roten Karte dachte ich, er bekommt vielleicht noch den Körper dahinter geschoben. Wenn er eine Sekunde früher schaltet und die Bewegung schon mitgeht, hat er eine bessere Ausgangslage. Es war natürlich ärgerlich und bitter, dass er als letzter Mann den Ball an die Hand kriegt.“
Dominique Heintz
„Wir haben eine andere Leistung gezeigt als es das Ergebnis aussagt. Wir haben so viel investiert und verlieren dann durch solch einen Dropkick-Schuss in der 92. Minute. So zu verlieren, ist sehr, sehr bitter und tut weh. Aber willkommen in der Bundesliga, jeder kleine Fehler wird sofort bestraft. Die Rote Karte habe ich nur kurz im TV gesehen. Wir brauchen nicht drumherum zu reden, wenn der Ball durchgeht, läuft er alleine auf das Tor. Ich hätte da wohl nicht mehr eingreifen können, ich war zu weit drüben. Rav wollte den Ball mit der Schulter mitnehmen, er ist aber gegen den Oberarm gesprungen. Dafür muss der Schiri eine Rote Karte geben. Das tut sehr weh, weil wir das Spiel bis dahin im Griff hatten. Wir haben nichts zugelassen, waren in der Konterabsicherung sehr gut und im Spiel nach vorne geduldig. Im Abschluss waren wir vielleicht nicht ganz genau, aber wir haben es immer wieder versucht. Die Fans haben gemerkt, dass wir wollen.“
Thomas Kessler
„Wir sind enttäuscht, das ist keine Frage. Wir wollten kurz vor Weihnachten noch mal drei Punkte zu Hause lassen, um das Fest genießen zu können. Jetzt haben wir das Spiel verloren, das ist natürlich bitter. Insgesamt war es ein 50:50-Spiel. Union Berlin hatte genauso wie wir kleinere Chancen. Wir hätten die Möglichkeit gehabt, ein Tor zu erzielen, haben es aber nicht gemacht. Ein Knackpunkt im Spiel war sicherlich die Rote Karte, obwohl sich das Spiel dadurch nicht groß verändert hat. Mit dem Unterschied, dass Union Berlin mehr Ballbesitz als wir hatte. Ich fand nicht, dass der Drive gefehlt hat. Jeder auf dem Platz wusste: Wer den ersten Fehler macht, verliert dieses Spiel. Deswegen war das schon von beiden Seiten sehr kontrolliert gestaltet. Keiner wollte den Ball verlieren.“
Lukas Kwasniok
„Glückwunsch an Steffen und Union zum Sieg, auch wenn es mir heute schwerfällt. Über 90 Minuten war es eher ein 0:0-Spiel. In der ersten Halbzeit haben wir es ordentlich gemacht, haben keine Konter zugelassen und wir hatten drei, vier Einschussmöglichkeiten. In der zweiten Halbzeit haben wir den Weg nicht mehr so zum Tor gefunden. Wir wurden dann leider etwas fahriger, so ist dann auch die Rote Karte entstanden, die leider spielentscheidend war. Fußball ist ein Fehlersport, wenn du davon wenig produzierst, ist die Chance hoch, kein Gegentor zu kassieren. Wir haben heute aber zwei Fehler zu viel gemacht. Es ist wichtig, mit Anstand zu verlieren und dann auch allen frohe Weihnachten und einen guten Start in das neue Jahr zu wünschen. Ich lade alle Fans ein, den Weg mit uns auch in 2026 zu gehen. Wir sind ready und zählen auf Euch!“
Steffen Baumgart
„Wir freuen uns, dass wir die drei Punkte mitnehmen konnten. In dem Spiel war das nicht abzusehen. Ein 0:0 wäre das normale Ergebnis gewesen. Wir konnten den Lucky Punch setzen. Es war ein glückliches Ergebnis, aber wir nehmen das gerne mit.“








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