Verhältnismäßig? FC muss mehrere Spiele auf van den Berg verzichten

Rav van den Berg fehlt dem 1. FC Köln zwei Spiele. (Foto: Bucco)
Rav van den Berg fehlt dem 1. FC Köln zwei Spiele. (Foto: Bucco)

Der Deutschen Fußball-Bund hat Rav van den Berg für zwei Bundesliga-Spiele gesperrt. Der Innenverteidiger des 1. FC Köln verpasst damit den Jahresauftakt 2026.

Rav van den Berg ist vom DFB für zwei Spiele gesperrt worden. Das hat der 1. FC Köln am Montag bestätigt. Damit fehlt der Innenverteidiger den Geißböcken in den Spielen zum Hinrunden-Abschluss beim 1. FC Heidenheim und gegen den FC Bayern München. Gegen den 1. FSV Mainz 05 wird der Neuzugang wieder einsatzbereit sein.

Van den Berg hatte im Heimspiel gegen den 1. FC Union Berlin in der 82. Minute die Rote Karte gesehen, weil er als letzter Mann Hand gespielt und damit eine Torchance der Gäste verhindert hatte. Regelkonform wurde der 21-Jährige daher nun für zwei Meisterschaftsspiele gesperrt.

Sperren für Kohr und Castrop verwundern

Überraschend kommt die Sperre hinsichtlich der Verhältnismäßigkeit im Vergleich zu früheren Sperren in dieser Saison für andere Bundesliga-Spieler. Dominik Kohr von Mainz 05 war Ende November für ein Foulspiel für drei Spiele gesperrt worden – und das als Wiederholungstäter und Rekord-Rot-Sünder der Bundesliga nach einem vom Schiedsrichter-Team als „gesundheitsgefährdend“ eingeschätzten Foul an seinem Gegenspieler.

Van den Berg muss nun fast so lange aussetzen wie Kohr. Zudem muss er für sein Handspiel genauso lange aussetzen wie Jens Castrop. Der Ex-Kölner hatte im Spiel gegen den FC Bayern die Rote Karte gesehen, nachdem er Luis Diaz mit offener Sohle am Schienbein getroffen hatte. Die Zwei-Spiele-Sperre für Castrop steht wiederum einer Ein-Spiel-Sperre für Eric Smith gegenüber. Der Pauli-Verteidiger war gegen Heidenheim als letzter Mal nach einem Foulspiel mit Rot vom Platz gestellt worden.

DFB bewertet Situationen unterschiedlich

Bei Smith hingegen zeigte der DFB Gnade, obwohl das normale Strafmaß in diesem Fall zwei Spiele hätte nach sich ziehen müssen. In diesem Fall hatte der DFB Zweifel, ob aus dem Foulspiel tatsächlich eine hundertprozentige Torchance entstanden wäre. Daher gab der Verband nur ein Spiel Sperre. Bei Van den Berg sah das Sportgericht den Fall offensichtlich anders. Der FC muss daher nun gegen Heidenheim und München auf den teuersten Sommer-Neuzugang verzichten.

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