Gegen Mainz 05 entspannt sich beim 1. FC Köln die personelle Lage zumindest etwas. Lukas Kwasniok macht seit Wochen das Beste aus der Misere. Nun hinterfragt der 44-Jährige, ob es überhaupt noch einen Winter-Transfer braucht. Alles wohl nur Taktik.
Aus der Personal-Not musste der 1. FC Köln in den vergangenen Wochen eine Tugend machen: Immer wieder setzte Coach Lukas Kwasniok Spieler auf ungewohnten Positionen ein, weil insbesondere in der Innenverteidigung mit Timo Hübers, Rav van den Berg, Dominique Heintz, Joel Schmied, Eric Martel und Luca Kilian gleich reihenweise Profis aus den unterschiedlichsten Gründen nicht zur Verfügung standen.
„Dann stehen da sechs Büffel in der Kabine und können nicht mitmachen. Die fehlen halt“, sagte Kwasniok nach dem Bayern-Spiel. Doch nun kehren Martel und van den Berg zurück, Jamal Simpson-Pusey hat seine Bewährungsprobe gemeistert – und so ist die Not nicht mehr so groß.
Kwasniok sieht keinen „riesigen Handlungsbedarf“
„Bei Jamal müssen wir sehen, wie sinnvoll es ist, ihn jetzt gleich ein drittes Mal einzusetzen. Er steht bereit, aber die Spiele haben Kraft gekostet“, tendierte Kwasniok am Freitag dazu, den Rückkehrern den Vorzug zu geben. „Aber die, die da eingesprungen sind, haben ihre Sache gut gemacht, deshalb habe ich nie so den riesigen Handlungsbedarf gesehen.“
Heißt das nun, dass nicht auf Teufel komm raus noch ein Verteidiger her muss? Kwasniok: „Ein neuer Spieler bedeutet immer auch, dass ein anderer weniger Einsatzzeiten bekommt. Wir sollten die Ruhe bewahren, die Jungs weiterentwickeln und dann bei Top-Spielern zuschlagen.“
Schmied und Heintz brauchen noch Wochen
Aber das geht nur, wenn auch Ruhe einkehrt, ansonsten könnte der Ruf nach Verstärkungen wieder laut werden. „Wenn wir gegen Mainz gewinnen, haben wir ein Polster, Joel Schmied kehrt irgendwann zurück, dann können wir alles gelassener angehen.“
Zur Wahrheit gehört aber auch: Schmied kehrt erst Mitte Februar zurück, Heintz fällt auch noch bis in den Februar hinein aus. Beide werden anschließend nicht sofort wieder voll belastbar sein, insbesondere Schmied nach dann über zwei Monaten Pause. Alles also nur Poker von Kwasniok? Wahrscheinlich. Denn im Hintergrund bereitet Sportdirektor Thomas Kessler weiter einen Innenverteidiger-Transfer vor.








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